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Alt 26. July 2010, 05:43   #1
Eik
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Standard Zur Loveparade

Unfassbar!


Loveparade-Gelände fasste nur 250 000

Ein internes Verwaltungsdokument zeigt offenbar Mängel beim Sicherheitskonzept für die Loveparade in Duisburg (Nordrhein-Westfalen). Das berichtet „Spiegel Online”. Demnach war das Festgelände für maximal 250 000 Menschen freigegeben. Die Veranstalter rechneten aber mit deutlich mehr als einer Million Teilnehmern. Das Schriftstück vom 21. Juli 2010 mit dem Aktenzeichen 62-34-WL-2010-0026 trage den Titel „Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung”. Es richte sich an die Berliner Lopavent GmbH, die Veranstalter der Love Parade. Der Sachbearbeiter der Unteren Bauaufsicht im Duisburger Amt für Baurecht und Bauberatung habe darin die Organisatoren von der Vorschrift befreit, die vorgeschriebenen Breiten der Fluchtwege einhalten zu müssen. Gleichzeitig hätten die Beamten auf Feuerwehrpläne verzichtet. Dafür gaben sie laut „Spiegel Online” den Ausrichtern der Party vor: „Die maximale Personenzahl, die sich gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände aufhalten darf, wird (...) auf 250 000 Personen begrenzt.” Die Veranstalter des Festes hatten wenige Stunden vor dem Unglück von etwa 1,4 Millionen erwarteten Teilnehmern gesprochen.

Quelle Spiegel
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Alt 26. July 2010, 05:46   #2
Eik
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Die Loveparade-Tragödie 25.07.2010

Partygelande für 250 000 zugelassen - Befreiung von Vorschriften
dpa Hamburg/Duisburg.


Ein internes Verwaltungsdokument aus Duisburg belegt nach Informationen von „Spiegel online" deutliche Sicherheitslücken bei der Loveparade. So sei der Veranstalter von der Einhaltung der vorgeschriebenen Breite der Fluchtwege befreit worden. Zugleich sei das Gelände aber ausdrücklich nur für 250 000 Menschen zugelassen gewesen.

Kurz vor der Tragödie mit 19 Toten am Samstagnachmittag hatten die Stadt und der Veranstalter die Gesamtzahl der Teilnehmer selbst auf rund 1,4 Millionen Menschen geschätzt.

Das von „Spiegel online" zitierte Schriftstück vom 21. Juli 2010 mit dem Aktenzeichen 62-34-WL-2010-0026 trägt den Titel „Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung". Es richtet sich an die Berliner Lopavent GmbH als Veranstalter der Loveparade. Der Sachbearbeiter der Unteren Bauaufsicht im Duisburger Amt für Baurecht und Bauberatung befreit darin die Organisatoren von der Vorschrift, die vorgeschriebenen Breiten der Fluchtwege einhalten zu müssen. Außerdem verzichten die Beamten auf Feuerwehrpläne.

Bewusste Fehleinschätzung der Teilnehmerzahl?

Die möglicherweise bewusste Fehleinschätzung der Teilnehmerzahl bestätigt auch Erich Rettinghaus, NRW-Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Der Veranstalter habe 500 000 Menschen angemeldet, die Stadt habe aber nur 250 000 für das Gelände genehmigt, sagte er am Sonntagabend im ZDF. Man sei offenbar davon ausgegangen, dass sich die restlichen Partygänger an anderen Orten der Stadt verteilten.

Bei der Lenkung der Menschenmassen auf das abgeschlossene Gelände des alten Güterbahnhofes hätten die Veranstalter nicht auf das sonst übliche „Entzerren des Ströme" gesetzt, sagte Rettinghaus. Stattdessen habe man die feiernden Gäste durch „lückenlose Information durch Beschallung" lenken wollen. Das sollte unter anderem mit Lautsprecherdurchsagen geschehen. Die Informationen wurden aber laut Rettinghaus in dem lauten Umfeld und von den teils angetrunkenen Menschen nicht gehört und nicht beachtet.

Quelle Osnabrückner Zeitung
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Alt 26. July 2010, 21:27   #3
weirdo
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Ich bin noch ziemlich geschockt, 2 Tage Telefonieren, Weinen, Fassungslosigkeit.
Einige meiner Bekannten und meine Sabine waren dort, knapp entkommen, weil wie immer getrödelt.

@Eik:
Die Artikel liefere ich nach, hier erstmal eine Reihe von Aussagen,
die alle ähnlich der Berichte aus Düsseldorf und Umgebung klingen.

Zitat:
Leserkommentare von http://www.derwesten.de/kultur/musik...id3279218.html
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DerWesten-User „Klaus50“ berichtet: Ich war mit meiner Tochter und deren Freundin im Tunnel. Der Zugang zum Festgelände war abgesperrt, aber es wurden weiterhin Leute in den Tunnel gelassen.

Unverschämt findet der Nutzer, „das Gerede des Sicherheitsdezernenten Duisburgs, Wolfgang Rabe, der da sagt, die Leute waren ja so unverschämt und haben die Absperrungen über wunden - die waren auf der Flucht. Ich habe da Absperrungen gesehen, die völlig von der Masse zerfetzt waren - so stark war die Wellenbewegung in der Menschenmasse“.

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Ein anderer Nutzer berichtet: „Der Raum am Veranstaltungsgelände wurde durch die ganzen Absperrungen noch zusätzlich verknappt, Frust und Agression brach aus. Die Polizei und Ordner waren eher auf Gängelung und Einkesselung aus und verschärften die Lage. Warum hat der Veranstalter bzw. die Verantwortlichen dieses Gelände ausgewählt? Meiner erster Eindruck war: hunderte Fressbuden und Bierstände - hier soll der Umsatz auf dem Gelände bleiben und durch die Konzessionen abgeschöpft werden!“

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„Wissling“ berichtet: „Was mich stört ist, dass es eine breiten Eingang am Kreisverkehr Mercatorstraße gab. Der war aber wohl reserviert für die VIPS. Man hätte den Eingang besser als Ausgang nehmen sollen. Viele Loveparade-Fans haben bereits vor der Veranstaltung auf den Engpass Tunnel hingewiesen. Wieso hat man überhaupt erst einenen Eingang zwei Kilometer weit weg vom Hauptbahnhof geschaffen?“

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OS: „Mit drei Unrichtigkeiten muss man mal aufräumen:

1.) Das Veranstaltunggelände war nie überfüllt. Sehr eng wurde es eigentlich nur vor den Bühnenbereichen. An den Zugängen zu den Bühnenbereichen herrschte ein großes Gedrängel. Das war mir zu viel, aber passiert ist dort nichts. Als ich um 17 Uhr das Gelände verließ, war fernab der Bühnenbereiche noch viel Freiraum. Beispielsweise im Nordosten der Fläche standen auf 100 Metern vielleicht 100 Leute.

2.) Die Million Besucher mussten NICHT alle durch den einen Tunnel. Es gab auch nicht nur einen Eingang. Es gab zwei Wege und zwei Eingänge. Ein Weg führte von der Westseite des Hauptbahnhofs durch die Innenstadt. Hierlang wurden alle geführt, die mit Zügen aus Städten südlich Duisburgs eintrafen. Alles, was aus dem Ruhrpott ankam, nahm den Ostausgang und wurde durch Wohngebiete und u.a. diesen Tunnel geführt.

3.) Der Fehler war, dass der Zu- und Abstrom durch diesen einen Tunnel geführt wurde. Um 17 Uhr wollten noch Hunderttausende zur Abschlussveranstaltung. Es wollten aber auch wie ich Hunderttausende einfach nur nach Hause. Durch den relativ breiten Tunnel hätte nur der Zustrom geleitet werden dürfen, sonst wäre es dort nicht zu einem Stau gekommen.

Auf dem Gelände oder am HBF ist nichts passiert.

Aber diesen einen Fehler der Veranstalter kann man nicht wiedergutmachen.“

---

„Ernie“: „Techno und leere Güterbahnhofshallen. Das hatte etwas. Das Gelände selbst war auch zu keiner Zeit überfüllt. Jetzt wird natürlich das Märchen erzählt, schon vor dem Event sei der Hauptbahnhof erfüllt gewesen. Es war nicht voller als in Berlin oder Dortmund. Das Gelände selbst war ebenfalls nicht voll. Da hätte man nochmal Hundertausende bequem reinstellen können. Doch wurden aus Sicherheitsgründen die Zugänge gesperrt. An diesem Tunnel haben einfach die Bullen versagt! Sie hätten verhindern müssen, dass von der LP abströmende Besucher auf die zuströmenden Besucher trafen. Man hätte den Tunnel für die Leute, die die LP verlassen haben, dicht machen müssen. Der Tunnel hätte eine Einbahnstraße sein müssen. So kam es zum Stau im Tunnel.“

---

„Marco“: „Meiner Meinung nach nahm das Unglück seinen Lauf, als in den Tunnel auf einmal einfach alle reingelassen wurden. Wir kamen also in diesen Trichter an. Für ungefähr zehn Minuten war es noch ruhig. Dann fingen die ersten Menschen an, die Treppe und den Mast zu erklimmen. Manche flogen die Treppe wieder runter. Andere prügelten sich aus Angst. Menschen wurden wie Wackelpudding hin und her geworfen und fielen zu Boden.

Nie in meinem leben hatte ich solche Angst bis auf einmal eine lücke dort entstand wo wir hineinkamen. Ich riss mich mit aller Kraft aus der Menge bis wir wieder wieder Platz und Luft hatten. Wir versuchten alle hinzuströmenden Menschen zu warnen aber niemand hörte. Es sollte eine Sammelklage gegen die Stadt eingereicht werden und alle Verantwortlichen müssten eigentlich einmal in solch einen Pulk gesteckt werden, damit sie auch einmal solch eine Angst um ihr Leben haben.

Der Kampf ums Überleben bricht alle Grenzen meine lieben Theoretiker .“

---

„Duisburger“: „Gut gelaunt stiegen wir aus der U-Bahn. Mittags, Das Wetter war perfekt. Kein Regen, nicht zu heiß. Überall Menschen in Feier-Laune. Raus aus der U-Bahn, auf Richtung Güterbahnhof. Das erste mal gewundert. Keine Musik. Nirgendwo. Einige Polizisten, unglaublich viele Menschen. Aber keine Musik. Keine Vorboten der Love-Parade. Seltsam.

Egal, weiter.

Aha, die Düsseldorfer Straße lang, dann auf die Karl-Lehr. Stirnrunzeln. Ich kenne die Straße. Aber der Zugang zum Güterbahnhof liegt, versteckt zwischen zwei Tunneln und ist wirklich eng. Wieso nicht über die A59? Die ist eh gesperrt. Normalerweise würde ich jetzt denken „sie wissen schon was sie tun“, aber - ich bin Duisburger und mir wird etwas mulmig. Am Wochenende zuvor, auf der A40 ging nix mehr. Still-Leben halt. Aber es ist nichts passiert. Glück gehabt.

Irgendwann stehe ich auf der Düsseldorfer Straße vor einer Absperrung. Überall pinkeln Leute in Vorgärten. Die Sache mit dem Glas-Verbot scheint auch nicht wirklich angekommen zu sein. Überall gibts Bier. Musik? Fehlanzeige.

Absperrungen sind nicht unser Ding, ein kleiner Umweg über Hochfeld und die erste Hürde ist genommen.

Die nächst Absperrung. Das gleiche Bild. Immer noch keine Musik gehört. Einige Leute sind nicht mehr gut gelaunt. Kein Wunder. Aber immerhin, keine Ausschreitungen oder so. Zwei Besucher, angereist aus den Niederlanden, fragen „wo gibt es denn hier etwas Musik?“. Gute Frage.

Nach Stunden des Wartens und Herumirrens wird die Absperrung geöffnet. Merkwürdig. Polizisten, mit denen wir sprechen, sagen Dinge wie „es tut mir leid für die Leute“, „geht lieber nicht da rein“ oder „heute passiert hier noch was“.

Ein paar Menschen, die sich nun auf den Weg machen sind die, die später sterben werden.

Vor der Absperrung waren die Besucher zwar enttäuscht und ratlos, es gab aber keine Panik oder großartige Auseinandersetzungen. Die Leute konnten an dem Punkt in drei Richtungen ausweichen, so dass kein tötliches Gedränge entstand.

Obwohl die Einsatzleitung weiß, dass der Platz auf dem alten Güterbahnhof bereits überfüllt ist, wird diese Sicherheitsbarriere dennoch geöffnet und später nicht wieder geschlossen. Zu keinem Zeitpunkt wird über die Lage am Veranstaltungsort informiert. Folglich strömen immer mehr Menschen Richtung Tunnel.

Nun stehen also aberwitzige Menschenmassen vor geschlossenen Toren, der Weg zurück ist nicht mehr möglich, niemand hat eine Chance hier heraus zu kommen. Als einzelne Zäune überwinden und besagte Treppe erklimmen, ist die Panik bereits ausgebrochen. Die hinunter fallenden Menschen tragen sicherlich nicht zur Besserung der Lage bei. Vor dieser Treppe steht kein Polizist, keine Security, niemand.

Es grenzt an ein Wunder, dass nicht noch mehr Menschen sterben, und es scheint, als reagiere die Menge, entgegen der öffentlichen Darstellung, eher sehr besonnen. Dafür sprechen auch die Berichte der Augenzeugen. Es wird versucht erste Hilfe zu leisten, zu Boden gefallene Menschen werden wieder nach oben gezogen. Nicht etwa von Einsatzkräften, sondern von denen, die selbst um ihr Leben fürchten müssen.

Eine fürchterliche Katastrophe mit Ansage. Bewusste Täuschung, unglaubliche Planungsfehler und offensichtliche Mängel in der Einsatzleitung. Die Polizistinnen und Polizisten vor Ort haben keinen Hehl aus ihrer Einschätzung der Lage gemacht.

Die Zahlen, die im Vorfeld kursierten, waren, meiner Meinung nach, schöngerechnet. Man wollte die Veranstaltung unbedingt durchführen. Ein Gelände, geeignet für 500.000 Menschen. Dazu die Zahlen aus den Letzten Jahren. Deutlich über 1 Mio Menschen, in Essen und in Dortmund. Und die Behauptung, die Menschen würden kommen und gehen, so dass nie mehr als einige Hunderttausende gleichzeitig auf dem Platz wären, ist vollkommen aus der Luft gegriffen. Ein solches Verhalten war weder in Dortmund noch in Essen zu beobachten. Zumal in Duisburg die Musik wirklich nur auf dem Gelände gespielt hat. Zu allem Überfluss hätte der winzige, kombinierte Ein- und Ausgangsbereich diesem Kommen und Gehen erst recht nicht standhalten können.

In den Wartezonen war genau gar nichts. keine Videoleinwand, keine Beschallung, keine Information. Nur Bier.

Ein Skandal ist die Reaktion der Stadt-Oberen. Während der einberufene Krisenstab nach eigenen Aussagen noch nicht über ausreichende Informationen zur Ursache des Unglücks verfügte, hatte der Oberbürgermeister bereits eine Antwort. Die Menschen sind selbst Schuld. Die Planungen waren fehlerfrei.

Ich werde versuchen dazu beizutragen, die Duisburger Politik dafür zur Verantwortung zu ziehen und ich hoffe, dass die, die dieses Fiasko miterleben mussten, ebenso handeln. Die nächste Veranstaltung kommt bestimmt und wirklich niemand, der die Love-Parade 2010 geplant hat, sollte daran beteiligt sein.

Wir sind immer noch fassungslos, traurig, bestürzt und wütend. Wir haben Glück gehabt. Kurz bevor in den Tunnel nichts mher ging, haben wir noch die Chance gehabt, den Rückweg anzutreten.

Mein Beileid gilt den Menschen, die ihre Leute verloren haben. Es gibt keine passenden Worte für so etwas. Viele, viele Menschen, die dort waren, tragen ein Stück Trauer und Wut mit sich.“

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K. aus Herne

„Ich war ein der Besucher der Loveparade in Duisburg, ich war einer der Personen im Tunnel, ich wollte das Gelände durch den Tunnel verlassen und habe diesen nur fünf Minuten vor der Massenpanik geschafft.

Wir waren bereits sehr früh auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs angekommen, nach einigen Stunden wollten wir uns Geld aus dem Hotelzimmer holen und uns frisch machen. Da wir an der Bühne an der Nordseite standen hatten wir erst die Notausgänge für „normale“ Ausgänge gehalten, dort wurden wir von „Sicherheitspersonal“ der Loveparade an den Ausgang verwiesen, auf Anfrage wo denn ein weiterer sei wurde unsere Frage mit dem Satz „Das kann ich Ihnen nicht sagen, ich komme nicht von hier“ beantwortet.

Nur durch einen Hinweis eines anderen Besuchers suchten wir – und mit uns viele andere Gäste - den Eingang, der offensichtlich gegen jede Logik ebenfalls als Ausgang dienen sollte, auf und trafen um ca 16:40 eine Polizeisperre im Tunnel an, diese sollte keine weitere Besucher auf das Gelände lassen, verhinderte aber auch uns Heimgängern das Gelände zu verlassen.

Mehrmals sprach ich die Polizisten am Zugang zum Gelände auf die verfahrene Situation an und auch darauf, dass die nördlichen Notausgänge geschlossen sein, wir gerne vom Gelände möchten aber keine Möglichkeit besteht. Von diesen wurde immer wieder nur auf den Veranstalter verwiesen oder unwirsch jeglicher Kontaktversuch abgeschmettert.

Als dann plötzlich die Polizei die Sperre aufhob konnten wir den Tunnel nicht mehr zum verlassen nutzen, denn immer mehr Personen strömten in den Eingangsbereich. In nur wenigen Minuten war der Bereich hoffnungslos überlaufen, wir konnten nicht mehr vor oder zurück. Viele versuchten über die Treppen zu fliehen, kletterten auf den Container der Polizei und die Polizei schrie uns nur an.

Meine Begleitung hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits verlohren, denn ich konnte kaum noch selbst bestimmen in welche Richtung es mit mir gehen sollte. Ich hatte das Glück dann an der Wand entlang durch den Tunnel zum westlichen Ausgang zu kommen, meine Begleitung hatte es dafür zum östlichen Ausgang verschlagen.

Im Hintergrund waren dann auch schon die Hilferufe zu hören, ich konnte sehen wie ohnmächtige Frauen die Treppen hochgetragen und hilflose Menschen auf den Container gezogen wurden. Hier wurde jede Chance genutzt der erdrückenden Masse an Menschen zu entkommen, ein Versuch leicht und schnell auf das Gelände zu kommen war das sicher nicht. Die Menschen flohen, nicht mehr und nicht weniger!

Ich habe meine Begleitung erst zwei Stunden später am Hotel wieder angetroffen, über das Handy war wegen des überlasteten Handynetzes kein Kontakt möglich. Es war eine Zeit voller Angst und Ungewissheit!

Heute, einen Tag später, habe ich nur noch Wut im Bauch.

Wut, weil die Polizei am Aufgang zum alten Güterbahnhof nicht bzw. falsch reagierte, Hinweise zur Massenpanik bereits erkennbar waren und niemand angemessen reagierte, weil das „Securitypersonal“ sich nicht auskannte, wir eingezäunt wie Tiere auf ein Gelände gesperrt wurden, das Gelände nie voll war und es einzig der Zugang ein Flaschenhals darstellte, die Notausgänge erst viel zu spät geöffnet wurden und nach dem Unglück wir Gäste nie richtig informiert wurden!

Ich wollte einen besonderen Tag in Duisburg verbringen, jetzt muss ich das Erlebte verarbeiten...“
Bild sprach natürlich zuerst mit der Frikadelle:
Zitat:
Heiko Tiensch (43), Journalist, Essen: „Das Gelände war zu keinem Zeitpunkt überfüllt. Ich selber stand die ganze Zeit auf dem obersten Deck das Brasil-Rave-Trucks und hatte jederzeit einen guten Ausblick auf die Massen. Während der ganzen Zeit war es mir möglich, während des Floats den Truck zu verlassen und durch die Menschenmassen zu den Toiletten zu gelangen. Meine Fotos belegen, dass selbst gegen 18 Uhr Rettungswagen durch die Menschemassen fahren konnten. Die Aussage der Polizei ist mir unerklärlich.“

Martin Könning (45), Betriebsleiter Duisburg: „Um 16 Uhr wollte ich das Gelände verlassen, weil sich die Situation zuspitzte. Die Polizei hatte hinter dem Tunnel abgesperrt und keinen mehr auf das Gelände gelassen, da es überfüllt sei. Dadurch stockte erst der Zustrom. Die Beamten rieten uns, wieder umzukehren, was aufgrund der Menschenmassen nicht möglich war. Auch als wir die Beamten darauf aufmerksam gemacht haben, dass schon einige Zuschauer kollabiert sind und sie angefleht haben, die Tore zu öffnen, um ein Unglück zu verhindern, verwiesen sie auf ihren Einsatzbefehl. Später war es dann zu spät. Ich wusste, es gibt gleich Tote!“

Thomas Kalivoda (44), Duisburg, Thyssen-Mitarbeiter: „Ich war mitten im Tunnel, als die Panik ausbrach. Vor mir fiel eine Frau in Ohnmacht. Ich sah viele Menschen die Stangen und Treppen hochklettern. Ein Sanitätsfahrzeug versuchte noch, durch den Tunnel zu fahren und kollabierte Menschen da rauszuholen.„Ich habe jede Lücke genutzt und es irgendwie aus dem Tunnel geschafft. Ich zittere immernoch. Kann es einfach nicht fassen“

Marc A. (32), Duisburg: „Schon vor der Katastrophe sind viele Menschen zusammengebrochen. Ich selbst habe einige Schürfwunden. Wir haben geschrien, aber die Polizei wollte uns nicht durchlassen. Die Polizisten haben uns sogar ausgelacht. Ich werde auf jeden Fall Anzeige erstatten. Es ist eine Katastrophe.“

Christin Bloch (17) aus Dortmund war mit zwei Freunden im Tunnel. „Plötzlich standen wir im Gedränge. Wir wurden zusammengequetscht, fielen hin. Ich wurde dann ohnmächtig. Als ich wieder zu mir kam, lagen auf meinen Beinen zwei Tote.“

Marc Riedinger (35): „Ich konnte schon vor dem Unglück mindestens zwei bewusstlose Menschen zählen. Die Polizisten versuchten, Leute nach oben zu bekommen, aber die hatten noch nicht mal ein Megafon. Dabei hätten klare Ansagen die Massen beruhigen können.“

Jörg Große-Gehling (29) aus Duisburg: „Wir wollten gegen 19 Uhr das Gelände über die Autobahn verlassen, wurden aber von der Polizei durch den Tunnel geführt. Darin lagen mindestens 100 Verletzte. Im Eingangsbereich wurden einige Leichen eingesammelt.“

Mike aus Castrop Rauxel (18, Mitte) war mit Florian (19, li) und Nils (20) auf der Loveparade: „Wir waren grade im Tunnel, als das totale Chaos ausbrach. Ich hörte nur noch Mädchen schreien. Das waren Schreie in Todesangst!“

Pascal Gellenbeck (23): „Die Polizei trifft hier keine Schuld, sie haben getan, was sie konnten. Wenn man eine Million Menschen durch so einen Tunnel schickt, ist eine solche Tragödie doch vorprogrammiert!“

Michael Lohmeyer (47), der seit der zweiten Loveparade dabei ist: „Die Loveparade war auf dem Gelände eine der Besten, auf der ich je war. Alles außerhalb war das Schlechteste. Die Stadt Duisburg hat hier vorhersehbare Fehler gemacht.“

Daniel (35), der seit 1999 regelmäßig auf die Loveparade geht, ist fassungslos: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Die Organisation außerhalb des Paradegeländes ist so unüberschaubar, fast so eine Katastrophe, wie das Unglück im Tunnel selber!“

Achim Deppe (39), der mit Katrin Schmidt (39) vor Ort war: „500 000 Menschen durch nur einen Eingang zu führen, der auch noch von beiden Seiten mit Mauern eingeschlossen ist – das ist schon nicht mehr unverantwortlich, das ist Wahnsinn!“

http://www.bild.de/BILD/news/2010/07...en-beinen.html
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Alt 26. July 2010, 22:44   #4
TauRho
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Ich habs nur am Rande mitbekommen - und lese dann 250000qm für 1,4 Mio Leute????????????????????????????????????????????? ??????????????

Nsach vernünftigem Eventmanagement (und da hab ich durchaus meine Erfahrungen) braucht es auf dem Großplatz mindestens 2 qm pro Teilnehmer - und dann wirds schon ziemlich drängelich....

Gut dass deine Leute getrödelt haben, Weirdo...

Jetzt mal tacheles

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Alt 27. July 2010, 02:51   #5
Prometheus 141
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ist denn schon mal jemand die idee gekommen, dass es eine absicht geben könnte, dass soetwas passiert?
wer ist an der verschärfung der situation interessiert?
http://www.griechische-sagen.de/bilder-stammb/t502.gif
ziemlich weit hergeholt, doch wie funktioniert krieg heute
und was können wir tun?
http://alles-schallundrauch.blogspot...fokrieger.html

herzlich
prometheus 141
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Alt 27. July 2010, 05:52   #6
melvin
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Eva Herman äußert sich auch mal wieder auf gewohnt polemische Art zu dem Thema:
http://de.news.yahoo.com/34/20100726...e-6ae0455.html
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Das gesamte irdische Leben ist nur eine Momentaufnahme, die aus vielen hellen und dunklen Puzzlestücken besteht, welche es zu ordnen gilt.
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Alt 27. July 2010, 06:26   #7
Eik
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Mir gibt zu Denken, weshalb Polizei und Ordnungskräfte sich nach Augenzeugenberichten per Handy und nicht per Funk verständigten und ohne jegliche Megaphone dort waren? Und weshalb auf dem Rücken der Polizei Jacken keine Kennungen angebracht waren, wie es Vorschrift ist....

Von der Vorplanung mal ganz abgesehen, es ist "Hirnrissig" diese Menschenmenge durch einen im Vergleich zur Masse so engen Tunnel pferchen zu wollen! Und das noch, wie berichtet fast mit Gewalt unter Schließung der anderen Zu und Abgänge. Da kommt man schon auf den Gedanken von "Absicht" wie Prometheus schreibt (nur leider meinte er es ganz anders!), wenn man alle Fakten verknüpft.



Ich bin ziemlich bestürzt über das Geschehen und die Veranstalter und Verantwortlichen gehören zur Rechenschaft gezogen!!
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Alt 27. July 2010, 09:12   #8
weirdo
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Den bohrenden Gedanken, dass da was "irgendwas nicht stimmt", hatte Sabine schon bei der Ankunft.
Und im Nachhinein - besonders nach der Pressekonferenz - entsteht der Eindruck von Billigung der Toten.

Den Artikel von Eva Herman empfinde ich als Verhöhnung der Opfer.
Dabeigewesen ist sie ohnehin nicht, Empathie geht ihr anscheinend ab.

Zitat:
26.07.2010. protokolliert von Denzi Yücel
Augenzeugen-Bericht aus Duisburg
"Die Jugendlichen wurden missbraucht"

Die Jugendlichen wurden als Statisten eines exotischen Spektakels missbraucht,
ihre Bedürfnisse zählten kaum, meint der Erziehungswissenschaftler Horst Zimmer.


Horst Zimmer (60), arbeitet für ein Jugendamt im Ruhrgebiet.

DUISBURG taz | Es war ein befremdliches Bild, das Duisburg am Samstagvormittag bot: ein riesiges Polizeiaufgebot; dutzende Beamte vor Spielplätzen oder Grünanlagen, denen man, wie mir eine Polizistin bestätigte, aufgetragen hatte, die Besucher abzuwehren. Schon der Anblick der Jugendlichen, die auf der Straße saßen, weil man ihnen keine Parkbank gönnte, erweckte bei mir den Eindruck: Hier geht es nicht darum, die Jugendlichen zu schützen, es geht darum, Duisburg vor den Jugendlichen zu schützen.

Diese schlechte Behandlung der Besucher setzte sich auf dem Gelände fort: der Schotter, den man ausgelegt hatte und der alles in eine schwarze Staubwolke hüllte; die Zäune, mit denen das Gelände doppelt und dreifach abgesperrt war - eine gigantische Geringschätzung mit diesem beängstigenden Tunnel als traurigem Höhepunkt.

Spätestens als ich mittags dort durchging, war mir klar: Die Belange und Bedürfnisse der Besucher zählen hier kaum, man will lediglich im Rahmen der "Kulturhauptstadt Ruhrgebiet" ein Event inszenieren und bestimmte Bilder produzieren.

Nicht immer missachtet die Erwachsenengesellschaft die Interessen von Jugendlichen, natürlich gibt es positive Beispiele. In Duisburg aber waren die Vorbereitungen miserabel und die Verhältnisse unzumutbar. Man hat die Jugendlichen als Statisten missbraucht. Und nun versucht die Erwachsenengesellschaft sich selbst zu rechtfertigen und den jungen Ravern die Schuld an den schrecklichen Ereignissen anzulasten, indem man so tut, als handle es sich bei ihnen um eine Horde aggressiver Betrunkener.

Gut, natürlich habe ich dort Betrunkene gesehen, aber keineswegs mehr als auf dem Kölner Karneval. 99,5 Prozent der Gäste waren gesittete, freundliche junge Leute. Sie wollten Musik hören, Spaß haben und einen guten Tag erleben. Mit ihnen oder der Ravekultur hatte die Panik nichts zu tun. Unter diesen Bedingungen hätte diese auch auf einem Kirchentag ausbrechen können. Nun wünsche ich mir, dass man dies einsieht. Dass man die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht. Und man jugendliche Subkulturen nicht länger ausgrenzt oder als exotisches Spektakel missbraucht.

http://taz.de/1/debatte/kommentar/ar...n-missbraucht/
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Alt 27. July 2010, 09:13   #9
Juliane
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Zitat:
Zitat von TauRho Beitrag anzeigen

Jetzt mal tacheles

Wir haben einen Job zu erledigen -da sind gerade einige, vielleicht ganz gute, Leutz abgetreten - helfen wir ihnen, soweit wir können... (das ist ein Teil unserer Aufgabe)

die Nacht ist lang... ...wir werden uns sehn!
Liebe Grüße
der TauRho

Keine Sorge, TauRho, bei DER Größenordnung regelt sich das alles selbsttätig.. kritisch wird es erst, wenn alle Leute zusammen "hinaus" wollen, dann könnt`'s Gerangel geben, aber so weit sind wir noch lange nicht.. neunzehn oder zwanzig Optionen, das ist so gut wie gar nichts.. und wir sind ja keine "Bestatter".

Mit herzlichen Grüßen

die "oberer Regulationsbehörde"...

Zusatz: sollte ein solcher dabei gewesen sein, so ist wäre die Dummheit der Akteure damit klar erwiesen, denn .. ein solches lässt sich nicht abhalten... wer so denkt, hat sich gerade selber den Kopf eingeschlagen...

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Zur Sache: wir ihr sicher wisst, hat die Staatsanwaltschaft Duisburg inzwischen Ermittlungen aufgenommen, ohne Ansehen einer Person und dem Tatverdacht der fahrlässigen Körperverletzung folgend. Zuarbeit leistet die dortige Polizei, soweit ich den Dienstweg kenne..

Von Verschwörungstheorien a lá Prometheus bitte ich daher inständig abzusehen, zumal, alle Aussagen die hier wiedergegeben wurden lassen eher das Bild einer konfusen Situation als das einer geplanten Verschwörung entstehen.

Für mich ist das von Mehreren bemerkte Fehlen von Großkommunikationsgeräten ebenfalls merkwürdig. Eine Durchsage per Flüstertüte - und die Leute wären vom Tunnel weg geblieben.. Absicht unterstelle ich nach dem dargebotenen Material noch nicht, Hilfloslgkeit auf allen Seiten aber sehr wohl und wohl auch gern Desorientierung und totale Fehleinschätzungen im Vorfeld.
__________________
Am Anfang war die Vermunft. und die Vernunft war bei Gott und Gott war die Vernunft. Diese war im Anfang bei Gott. Alles ward durch sie gemacht und nicht eines ist ohne dieselbe gemacht. In ihr war das Leben und das Licht für die Menschen

Und dies Licht scheint in der Finsternis, doch die Finsternis hats nie begriffen.

Johannes 1, 1 - 5
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Alt 27. July 2010, 09:21   #10
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Zur Sache: wir ihr sicher wisst, hat die Staatsanwaltschaft Duisburg inzwischen Ermittlungen aufgenommen, ohne Ansehen einer Person und dem Tatverdacht der fahrlässigen Körperverletzung folgend. Zuarbeit leistet die dortige Polizei, soweit ich den Dienstweg kenne..
Nein, die "Zuarbeit" leistet in diesem Fall nun die Kölner Polizei, weil die Duisburger als befangen gelten. In meinen Augen ist das irgendwie sinnfrei, denn die Sondereinsatzbeamten (die Herren und Damen in schwarz ohne Megaphone, aber mit Handys, Headsets, teilweise sogar Kehlkopfmikros) kamen aus der ganzen Republik. Freunde aus Düsseldorf haben mehrfach auch schon vor dem Gelände auf dem Weg durch die Stadt solche nach Zuwegen, Sanitäranlagen etc. gefragt, es wurde u.a. geantwortet: "Keine Ahnung, bin nicht von hier".
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Alt 27. July 2010, 09:46   #11
Juliane
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Zitat:
Zitat von weirdo Beitrag anzeigen
Nein, die "Zuarbeit" leistet in diesem Fall nun die Kölner Polizei, weil die Duisburger als befangen gelten. In meinen Augen ist das irgendwie sinnfrei, denn die Sondereinsatzbeamten (die Herren und Damen in schwarz ohne Megaphone, aber mit Handys, Headsets, teilweise sogar Kehlkopfmikros) kamen aus der ganzen Republik. Freunde aus Düsseldorf haben mehrfach auch schon vor dem Gelände auf dem Weg durch die Stadt solche nach Zuwegen, Sanitäranlagen etc. gefragt, es wurde u.a. geantwortet: "Keine Ahnung, bin nicht von hier".
Will sagen, die Duisburger Polzei war gar nicht vor Ort. Als befangen müssten alle Direktionen gelten, aus denen Polzei vor Ort WAR. Desgleichen alle sonst bezogenen Einrichtungen als da wären GSG 9, Bundespolizei (Grenzschutz) und Ähnliches. Insbesondere aber fällt, denke ich, das Schwergewicht auf die Vorbereitung und die Einrichtung des Geländes, die erkennen lässt, dass die damit Befassten wohl nicht einmal elementare Grundsätze der Physik kannten...
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Alt 27. July 2010, 09:59   #12
weirdo
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Zitat:
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Will sagen, die Duisburger Polzei war gar nicht vor Ort.
Nein, es waren auch Duisburger "Grüne" (vereinzelt) unterwegs.
Das waren im Gegensatz zu den "Schwarzen" auch diejenigen,
die mit den Sanitätern in die Menge gingen (sieht man auch auf Aufnahmen).

Auch als Sabine dort gestern noch einmal war, um zu trauern,
waren die Sondereinsatzkräfte dort kontrollierend anwesend.
Zettel, die die Polizei beschuldigten, wurden teilweise entfernt.

Nochmal zur "Frau" Herman:
Zitat:
"Wer sich betrunken und mit Drogen vollgedröhnt die Kleider vom Leib reißt, wer die letzten Anstandsnormen feiernd und tanzend einstürzen lässt, und wer dafür auch noch von den Trägern der Gesellschaft unterstützt wird, der ist nicht weit vom Abgrund entfernt", schreibt Herman in dem Online-Beitrag.
Rüchtüüüch - das Oktoberfest und die Firmenfeier gehören abgeschafft!

Vom koksenden Bundestag mal gar nicht zu reden...
Ach nee, das waren ja sicher Journalisten und Besucher, klar. Oder war's...
Paolo Pinkas? Ach nee, der hat sich ja für Koks und Nutten ent-schuldigt.
Und zum Musikantenstadl - da hat die Gute wohl ein paar Gedächtnislücken:
http://www.rp-online.de/gesellschaft...aid_68547.html
http://www.medienhandbuch.de/news/ko...tadl-1251.html
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Alt 27. July 2010, 10:08   #13
Juliane
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Übrigens zu dem, was die Frau Hermann da von sich gibt, fehlen einem zivilisierten Menschen die Worte.

aber das bringt mich dann doch auf eine Idee.. kann es sein, dass Gesinnungsgenossen einer Frau Hermann die wahren Täter gewesen sind.. solche schwarzen Uniformen - ohne Markierung - kann man sich jederzeit in jedem besseren Kostümverleih holen.. ..
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Alt 27. July 2010, 10:30   #14
weirdo
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Zitat:
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Übrigens zu dem, was die Frau Hermann da von sich gibt, fehlen einem zivilisierten Menschen die Worte.

aber das bringt mich dann doch auf eine Idee.. kann es sein, dass Gesinnungsgenossen einer Frau Hermann die wahren Täter gewesen sind.. solche schwarzen Uniformen - ohne Markierung - kann man sich jederzeit in jedem besseren Kostümverleih holen.. ..
Was auch immer die gute Eva meinte mit: "Eventuell haben hier ja auch ganz andere
Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen"
...

In Anbetracht dessen, dass ich Sabine um ca. 18:00 anrief, um sie zu warnen und zu hören, ob alles gut ist
und die "schwarzen Polizisten" sie dort Minuten vorher noch Richtung Tunnel geschickt haben... Kein Schelm...

Nur zur Verdeutlichung: Um 16:30 haben die ersten Teilnehmer die Sicherheitskräfte informiert,
dass es im Tunnel zu eng ist und es dort die ersten Ohnmächtigen gibt. Danach wurde abgesperrt.

Blick von der Rampe:
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Alt 27. July 2010, 11:21   #15
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Fehlen einem wirklich die Worte ...
... und man muss sich fast wundern, dass nicht noch mehr passiert ist.
Ich weiß, warum ich solche Massenaufläufe nicht mag...
Aber man denke nicht, dass in den gut regulierten Fußballstadien eine Panik in jedem fall ausgeschlossen werden kann: Hier Zahlen dazu:
http://www.zeit.de/2004/28/G-Beist_9fck-Sportevents

Der tägliche Wahnsinn:
Zitat:
Weltweit mehr als 1,2 Mio Tote im Straßenverkehr


Genf/Paris - Jedes Jahr sterben weltweit bei Unfällen im Straßenverkehr mehr als 1,2 Millionen Menschen. Zahlen der WHO und der Weltbank gehen zusätzlich von jährlich 50 Millionen Verletzten aus. Die aktuelle Studie warnt laut BBC, dass Unfälle im Straßenverkehr bis 2020 den Schlaganfall und HIV als vermeidbare Todesursachen überholt haben könnten. Diese Ergebnisse wurden anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April veröffentlicht. Der Weltgesundheitstag setzt in diesem Jahr erstmals einen Schwerpunkt auf den Bereich Verkehrssicherheit.

Der Generaldirektor der WHO, Lee Jong-wook, erklärte, dass die Verkehrssicherheit zu oft als ein Transport- und nicht als Gesundheitsthema behandelt würde. Die Studie belegt, dass täglich mehr als 3.000 Menschen in Unfällen getötet werden. Die meisten Todesopfer sind zwischen 15 und 44 Jahre alt. Sollten nicht dringend erforderliche Maßnahmen gesetzt werden, könnte die Zahl der Todesopfer innerhalb der nächsten 16 Jahre um 60 Prozent ansteigen. Bis 2020 könnten Verletzungen im Straßenverkehr nach Herzerkrankungen und Depressionen die dritte Hauptursache für vermeidbare Todesfälle sein. Als am sichersten gelten die Straßen in Westeuropa mit durchschnittlich 11 Unfalltoten pro 100.000 Einwohner. In Afrika und dem östlichen Mittelmeerraum sterben 28,3 bzw. 26,3 Menschen pro 100.000 Einwohner auf den Straßen. (pte)



http://www.rp-online.de/auto/news/43...id_582028.html

Sehr traurig...
Und natürlich muss man jetzt fragen, wie man so etwas künftig besser vermeidet...
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Alt 27. July 2010, 11:41   #16
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Zitat:
Weltweit mehr als 1,2 Mio Tote im Straßenverkehr

Das kann den Wahnsinn von Samstag nicht relativieren...

Und vielleicht ist genau das das Ziel @TauRho:
Überprüfung von Versammlungsfreiheit und Massenveranstaltungen zum Schutze des "Staates".
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Alt 27. July 2010, 12:01   #17
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Standard "Vorprogrammierte Katastrophe"

Führte politischer Druck zur Katastrophe?
Zitat:
Duisburger Polizei warnte wohl mehrmals vor Loveparade
27.07.2010, 7:08 Uhr

Die Polizei in Duisburg hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" im Vorfeld der Loveparade gegenüber dem Veranstalter und der Stadt Bedenken am Sicherheitskonzept des Veranstalters geäußert. Dabei sei die Polizei aber auf massiven politischen Widerstand gestoßen, berichtete die Zeitung. Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland will von solchen Warnungen indes nichts gewusst haben.

"Mir sind keine Warnungen bekannt", sagte er der "Rheinischen Post". Es gebe bei der Planung solcher Veranstaltungen immer kritische Stimmen, die man auch immer sehr ernst nehme. Aufgabe der Stadt sei es zu prüfen, ob beantragte Veranstaltungen durchgeführt werden könnten, sagte der CDU-Politiker. "Und genau das haben wir auch in diesem Fall gewissenhaft getan." Bei der Katastrophe starben am Samstag 20 Menschen, weil es im einzigen Zugangstunnel zu Drängeleien kam. Über 500 wurden verletzt.

CDU-Abgeordneter forderte Absetzung des Polizeipräsidenten

"Die Polizei in Duisburg hat ihre Bedenken in mehreren Workshops und Besprechungen deutlich gemacht", sagte dagegen ein Beamter in Duisburg. Der Veranstalter habe darauf aber nicht reagiert. Vor allem der mittlerweile in den Ruhestand gegangene Polizeipräsident Rolf Cebin habe sich wegen Sicherheitsbedenken heftig gegen die Austragung der Loveparade gewandt. Das habe dazu geführt, dass der Duisburger CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Thomas Mahlberg in einem Brief an den damaligen FDP-Innenminister Ingo Wolf die Absetzung des Polizeipräsidenten forderte, berichtete die "SZ".

Güterbahnhof sei "physikalisch nicht geeignet"

"Die Duisburger Polizei ließ erklären, eklatante Sicherheitsmängel stünden der Durchführung der Loveparade entgegen. Eine Negativberichterstattung in der gesamten Republik ist die Folge", heißt es laut dem Bericht in dem Schreiben aus dem Jahr 2009. "Der Eklat veranlasst mich zu der Bitte, Duisburg von einer schweren Bürde zu befreien und den personellen Neuanfang im Polizeipräsidium Duisburg zu wagen."

Doch neben der Polizei äußerte wohl auch die Feuerwehr schon vor Monaten erhebliche Sicherheitsbedenken. In einem Brief an den Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) habe der Direktor der Berufsfeuerwehr im Oktober 2009 gewarnt, das Partygelände am alten Güterbahnhof sei "physikalisch nicht geeignet" für eine Veranstaltung dieser Dimension.

Loveparade wurde erst kurz vor Beginn genehmigt

Derweil wurde bekannt, dass die Loveparade erst kurz vor Beginn um 9:00 Uhr genehmigt worden war. Die Duisburger Stadtverwaltung habe erst Stunden vor der Party am Samstag die erforderliche ordnungsbehördliche Genehmigung unterschrieben, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf einen "Insider" am Montagabend auf seiner Website. Offenbar hätten die Verantwortlichen bis zuletzt überlegt, ob sie die Techno-Parade absagen. Mitarbeiter der Stadtverwaltung sollen laut dem Bericht systematisch unter Druck gesetzt worden sein, die Sicherheitsbedenken fallen zu lassen.

Weiterlesen: http://nachrichten.t-online.de/lovep...42374136/index
Zitat:
Innenexperte: Loveparade-Genehmigung erst nach Tragödie bei Polizei
27.07.2010, 9:15 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Duisburg (dpa) - Nach dem Unglück auf der Loveparade mit 20 Toten tauchen immer neue Ungereimtheiten auf. Die offizielle Genehmigung der Bauaufsicht der Stadt Duisburg lag der Polizei erst am Tag nach dem Unglück vor. Das erfuhr Radio Erft vom innenpolitischen Sprecher der FDP-Fraktion, Horst Engel. Engel habe diese Information von Landesinnenminister Ralf Jäger erhalten, hieß es.
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Alt 27. July 2010, 12:13   #18
weirdo
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Hier mal Sabse und Jessi (beide drogenfrei, nur am Rande) in O-Ton:
Zitat:
Ein paar Meter weiter stehen zwei Frauen mit verweinten Gesichtern. Sie kommen aus Düsseldorf. Eine von ihnen, die 27 Jahre alte Jessica Neumann, stand am Samstag selber im Tunnel, sie hat das Chaos erlebt, die Not der Menschen, die Panik. "Ich konnte mit meinem Mann über einen Zaun klettern und flüchten", erzählt sie.

Sie und auch andere, die dabei waren, kritisieren die Polizei und den privaten Sicherheitsdienst. Niemand habe die vier Ausgänge geöffnet, die auf den Platz am alten Güterbahnhof führen. "Die haben doch gesehen, dass sich in dem Tunnel alles staute und von hinten immer mehr Menschen schoben", sagt Sabine Lasche. Sie selbst habe am Eingang zum Tunnel gestanden und all das genau gesehen. [Der Augenblick, in dem ich sie anrief.] "Die Polizei hat nichts gemacht", sagt die 41-Jährige.
http://www.borkenerzeitung.de/aktuel..._Muenster.html
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Alt 27. July 2010, 12:23   #19
Juliane
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DAs dazu, Weirdo. Dank für deine Recherchearbeit. Sie hilft, denke ich, nicht nur uns hier, sondern auch vielen, die hier mal eben mitlesen. Ich denke, die Zeugnisse sprechen für sich

und an die Adresse von Frau Hermann noch einmal und ihre Vox populi: selbst ein bis zum Hals vollgedröhntes Menschenleben ist ein schützenswertes Menschenleben, zu erfragen auf jeder ITS im Lande.. zumindest hierzulande.. ich weiß nicht, wie es damit bei ihr zulande steht..

Aber da ich den Filz in unseren Behörden ja aus ziemlich naher Nähe kenne, halte ich ausgeübten Druck zumindest für hoch wahrscheinlich. So etwas passiert, wie TauRhos Verkehrstote, leider jeden Tag und bei allen möglichen Gelegenheiten. Ob es hier auch so war, hat nun die brave Staatsanwaltschaft zu enthüllen. Ein wenig Vertrauen habe ich noch - Restmenge - in unsere Justiz..
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Alt 27. July 2010, 17:59   #20
Eik
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Zitat:
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Den Artikel von Eva Herman empfinde ich als Verhöhnung der Opfer.
Ich auch, konnte ihn jetzt erst mal verfolgen und deshalb ist Prommi auch gesperrt! Selbst meine Geduld hat ihre Grenzen, besonders bei "so viel" Empathie!


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Alt 28. July 2010, 12:53   #21
utility
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ach dieses noch kurz, schuld ist natürlich niemand daran, dieses würde ein wollen vorraussetzen. aber einen schuldigen findet man eindeutig in der gedankenlosen kontrollwut. das bild, das ich hier einstelle zeigt ziemlich genau warum das passieren mußte. die menschen, viele von ihnen unter drogen und mit drogen in den taschen, strömen rechts und links aus den tunneln und sehen dann das da vor sich. dieses bild hat man bisher in keiner sendung zu dem fall gesehen. wie man sieht hat die polizei anfänglich den gesamten zugang auf das gelände, zwecks personenkontrolle gesperrt. es wäre nett wenn ihr dieses bild verbreiten könntet, ich bin gerade im i-cafe und möchte das vom bürorechner nicht.
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Alt 28. July 2010, 12:57   #22
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tschuldigung sehe gerade erst das weirdo das selbe bild einstellte, tschuldigung
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Alt 28. July 2010, 12:59   #23
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Zitat:
Zitat von utility
viele von ihnen unter drogen und mit drogen in den taschen
Woher nimmst Du diese Behauptung? Warst Du oder Jemand den Du kennst dabei?


Grüße in die Runde
Eik
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Alt 28. July 2010, 13:08   #24
weirdo
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Dieses Bild habe ich (ohne eingefügte Beschreibungen) schon oben angehängt ("Blick von der Rampe").

Schön wäre es gewesen, wenn Du geschrieben hättest:
"die menschen strömen rechts und links aus den tunneln und sehen dann das da vor sich."

Bei der Planung hätte das selbst auf einem total cleanen Kirchentag passieren können.

Und nochmal: Als ob da alle Drogis gewesen wären! Das darauf zu reduzieren, ist höhnisch.
Als Beispiel Wacken: "Nur bekotzte Alkoholsüchtige und Amphetamindealer!" Stimmts?

Wobei Du natürlich Recht hast, wenn Du meinst, dass solche Faktoren Angst und Panikgefühle verstärken können.
Trotzdem ist das für mich eine Herabwürdigung derer, die dort ohne "Hilfsmittel" feiern wollten (wie meine Leute).

Die Sitzungsprotokolle belegen doch inzwischen, dass Sauerland & Konsorten von den
eklatanten Sicherheitsmängeln wussten - und sie aus Profitgier ignoriert haben ("Wollen"!).

Und sich noch widerlich rausreden woll(t)en:
Zitat:
Mittwoch, 28. Juli 2010 - 08:37 Uhr
Die tödlichen Verletzungen von 20 Menschen bei der Loveparade
in Duisburg sind ausschließlich auf das Gedränge zurückzuführen.


Niemand ist durch einen Sturz zu Tode gekommen. Das sagte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am Dienstag unter Berufung auf Obduktionsergebnisse. Die Mediziner haben in allen 20 Fällen tödliche Brustquetschungen festgestellt. Die Opfer sind im Gedränge erstickt, somit werden die Organisatoren weiter belastet. Oberbürgermeister Adolf Sauerland und Sicherheitsdezernent Wolfgang Rabe hatten am Sonntag erklärt, dass die Menschen nach Stürzen gestorben sind.

http://www.radioduisburg.de/Lokalnachrichten.67.0.html
21 Tote sind es inzwischen.
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Alt 28. July 2010, 13:09   #25
utility
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Bist du wirklich so blauäugig lieber,warst du schon einmal auf so einer veranstaltung Eik, ich ja, mein halbes leben lang. es ist einfach ein elementarer bestandteil eines raves oder einer goa und gehört dazu wie die luft zum atmen, zumindestens für die, die den kern bilden.
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Alt 28. July 2010, 13:12   #26
weirdo
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Zu den Sitzungsprotokollen:
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeit...zungsprotokoll
Zitat:
Ein Protokoll zur Sicherheit belegt: Das Konzept der Loveparade war lange Streitthema,
die Veranstalter übten Druck aus. Auch Oberbürgermeister Sauerland wusste Bescheid.


Nach der Massenpanik bei der Duisburger Loveparade stellt sich die Frage, wer die Verantwortung für die Geschehnisse trägt. Ein Sitzungsprotokoll belegt, dass es massive Einwände gegen die Sicherheitsvorkehrungen gab.

Neue Erkenntnisse in der Schuldfrage von Duisburg: Bereits vier Wochen vor der Loveparade hat das Bauordnungsamt massive Einwände gegen das vorgelegte Sicherheitskonzept der Loveparade erhoben. Das geht aus einem Sitzungsprotokoll hervor, das den Zeitungen der WAZ-Gruppe vorliegt. Demnach mussten die Sicherheitsbedenken auch dem Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland im Detail bekannt gewesen sein. Dies geht aus dem Verteiler hervor, der handschriftlich auf dem Protokoll vom 18. Juni vermerkt ist und das Kürzel OB trägt.

Sauerland hatte zuvor darauf beharrt, nichts von Sicherheitsbedenken vor der Loveparade gewusst zu haben. Kritische Stimmen gebe es vor solchen Veranstaltungen immer, die Stadt habe aber alles genau geprüft. Wie mehrere Regionalzeitungen berichten, unterschrieb Sauerland die ordnungsbehördliche Erlaubnis für die Veranstaltung allerdings erst kurz vor Beginn der Loveparade.

In dem Sitzungsprotokoll, das an Stadtbaudezernent Jürgen Dressler gerichtet ist und das eine Sitzung mit dem Loveparade-Veranstalter Lopavent, der Feuerwehr, dem Ordnungsamt und dem Ordnungsdezernenten Wolfgang Rabe zusammenfasst, ist der Streit um die Fluchtwege dokumentiert. Lopavent wehrte sich dem Protokoll zufolge gegen die Vorschrift, bei 220.000 Besuchern 440 Meter Fluchtwege nachweisen zu müssen. In dem Protokoll werden die Lopavent-Vertreter mit den Worten zitiert: "Die rechtlichen Voraussetzungen hätten sie noch nie machen müssen. Sie seien überrascht, welche rechtlichen und formalen Anforderungen die Bauordnung stellen würde."

Lopavent bestand dem Papier zufolge auf 155 Meter Fluchtweg, da es ihrer Erfahrung nach "ausreichend sei, wenn ein Drittel der Personen entfluchtet werden können".

Aus dem Schriftstück geht weiter hervor, dass der Ordnungsdezernent Wolfgang Rabe, der an dem Gespräch teilnahm, Druck ausübte. "Herr Rabe stellte in dem Zusammenhang fest, dass der OB die Veranstaltung wünsche, und dass daher hierfür eine Lösung gefunden werden müsse. Die Anforderungen der Bauordnung, dass der Veranstalter ein taugliches Konzept vorlegen müsse, ließ er nicht gelten", so das Protokoll. Rabe forderte das Bauordnungsamt, das normalerweise nur Kontrollfunktion hat, auf, "an dem Rettungswegekonzept konstruktiv mitzuarbeiten".

Der Leiter des Baudezernats Jürgen Dressler kommentierte das Schreiben handschriftlich: "Ich lehne aufgrund dieser Problemstellung eine Zuständigkeit und Verantwortung (...) ab. Dieses entspricht in keinerlei Hinsicht einem ordentlichen Verwaltungshandeln und einer sachgerechten Projektstellung."

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hatte auch die Duisburger Polizei schon früh vor Mängeln im Sicherheitskonzept gewarnt. Sie sei aber auf politischen Widerstand in der Stadt gestoßen. Vor allem der mittlerweile in Ruhestand gegangene Polizeipräsident Rolf Cebin soll sich heftig gegen die Austragung der Veranstaltung gewandt und damit den Unmut der Lokalpolitik zugezogen haben. Der SZ zufolge verlangte der Duisburger CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Thomas Mahlberg gar die Absetzung Cebins.

Deswegen sieht die Polizei die Verantwortung bei der Stadtverwaltung. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen, Frank Richter, sagte, die Stadt sei als Genehmigungsbehörde zuständig gewesen, und habe trotz kritischer Stimmen aus der Polizei "darauf bestanden, das in dieser Art und Weise durchzuführen".

Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Nordrhein-Westfalen hat unterdessen empört auf die Kritik von Love-Parade-Veranstalter Rainer Schaller an ihrem Vorgehen vor der Katastrophe in Duisburg regiert. "Die neuen Schuldzuweisungen gegen die Polizei durch die Veranstalter sind eine Frechheit", erklärte die Gewerkschaft. "Er meldete 500.000 Teilnehmer an, erhielt eine Genehmigung der Stadt für 250.000 Teilnehmer und feierte bereits mittags öffentlich über eine Million Teilnehmer."

Loveparade-Organisator Rainer Schaller hatte der Einsatzleitung vorgeworfen, sie habe alle Schleusen vor dem westlichen Tunneleingang öffnen lassen, wodurch der Hauptstrom der Besucher unkontrolliert in den Tunnel gelangt sei. Zuvor hätten die Veranstalter 10 der 16 Schleusen geschlossen gehalten, weil bereits zu viele Menschen in dem Tunnel waren.
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Alt 28. July 2010, 13:16   #27
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Bist du wirklich so blauäugig lieber,warst du schon einmal auf so einer veranstaltung Eik, ich ja, mein halbes leben lang. es ist einfach ein elementarer bestandteil eines raves oder einer goa und gehört dazu wie die luft zum atmen, zumindestens für die, die den kern bilden.
Ich auch, utility... Ich zähle mich auch zum "Kern" und verbitte mir solche Pauschalisierungen!
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Alt 28. July 2010, 13:29   #28
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Nun, ich sehe das anders, ich weiß auch nicht was dein angriff soll, ich habs gemacht und jeder sollte es dürfen, es gab den versuch eines gerichtlich verbrieften rechtes auf rausch.
ich prangere da oben an das die polizei, wohlwissend, das sie es mit personen in einem psychischen zustand, der sie empfänglicher für angst und panik macht, zu tun hatte. und dann zu der belastung durch die enge, noch diese situation geschaffen hat, die diese panikbereitschaft, bei denen, die eben konsumieren, noch schürt. hast du dich nicht gefragt, warum immer gesagt wird, die die kammen trafen auf die, die gehen wollten und das wo die veranstaltung gerade erst richtig begann ? die wollten eben nicht durch die kontrolle. ist dir diese kontrollwut mal begegnet, ich habe sie oft genug bei der nature mitbekommen, wie sie uns auf dem campingplatz bespitzelt haben, wie, ohne das wir sie benutzten, plötzlich datenabloads von unseren handys abgingen und ähnliches. frag doch mal die die bis zum schluss da waren am Samstag, wie die polizei anfänglich nochmal probiert hat alle durch schleusen zu lotsen.
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Alt 28. July 2010, 13:30   #29
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Bist du wirklich so blauäugig lieber,warst du schon einmal auf so einer veranstaltung Eik, ich ja, mein halbes leben lang. es ist einfach ein elementarer bestandteil eines raves oder einer goa und gehört dazu wie die luft zum atmen, zumindestens für die, die den kern bilden.
Erstens war ich das in Berlin und zum Anderen hat sich das "Gesicht" der Love Parade von der politisch motivierten unkommerziellen Parade der Liebe (und durchaus auch mit Drogenkonsum verbundenen) Veranstaltung, zu einer kommerziellen Einrichtung gewandelt (mit mehr Alkoholausschank vom Veranstalter). Was nicht meint, das keine Drogen konsumiert werden, aber wie Weirdo richtig bemerkt, ist es "schäbig" das Unglück darauf zu reduzieren. Es waren genug Menschen dort Drogen frei!
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Alt 28. July 2010, 13:59   #30
weirdo
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Zitat:
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hast du dich nicht gefragt, warum immer gesagt wird, die die kammen trafen auf die, die gehen wollten und das wo die veranstaltung gerade erst richtig begann ?
Doch! Augenzeugen und Freunde berichten davon, dass sie vom Platz zur Rampe zurückgeschickt wurden!
Weil dort oben keiner der Notausgänge geöffnet war! Hör doch hin! Ein Tunnel für Kommende und Gehende!

Die eher oberflächlichen Kontrollen beschränkten sich übrigens auf Glasflaschen und gefährliche Gegenstände.
Unter "Grossdealern" spricht sich das schnell rum... und alles, was Eigenkonsum ist, wandert dort nur in ne Tonne.

Du scheinst die Szene auch nicht wirklich zu kennen:
Die meisten konsumieren vor so einer Veranstaltung und
gibt es eine Kontrolle oder Razzia, lässte das Zeug halt fallen.

Übrigens kostete eine 0,5L-Dose Bier 3.50 Teuronen + 1 Taler Pfand.
Die meisten Geschäfte hatten an diesem Samstag auch geschlossen.

Angriff? Nein, schmerzliches Unverständnis.
Sabine träumt seit 2 Tagen von den "schwarzen Männern", die sie in den Tod schicken.
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Alt 28. July 2010, 14:03   #31
Rolf Pfister
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@ utility und weirdo

Die Experimente mit auf die Psyche wirkenden Substanzen gehören meines Wissens von Alters her zu den jungen Bewegungen als ein Herantasten an real aus normal.

Aber: An der Parade, und das sei noch nicht die Party, in diesem Zusammenhang also bloss ein Vorspiel bei einer Absicht an einer der nachfolgenden "Partys" eine chemisch wirkende Substanz zu konsumieren, laufen vermutlich erst ein paar wenige "verstrahlte" mit, da würde ich dann, wenn schon, auf einem der Wagen mitfahren, aber auch dort würde ich vermutlich nicht hinpassen. "Partydrogen" können ja nicht voraus zum Frühstück eingenommen werden. Ich denke, die Mehrheit der Teilnehmenden einer Parade, der Mitläufer und Zusehenden ohnehin, sind als ganz "normal" zu erfassen mit Augenmerk auf "Fun" und "Love" mehrheitlich ohne Drogen.

Am 14. August sei hier in Zürich die "Streetparade", zum 19. Mal, wo mittlerweile ebenfalls mehr als 1 Million Raver erwartet werden. Mit Jahrgang 1953 in die Hippie-Flower-Power-Bewegung hineingewachsen werd' ich mich da als alter "Gaffer" mitfreuen am Treiben von Jüngeren, aber auch dies nur noch an der Direktübertragung am Fernseher, weil, bei mehr als 3 Personen in meinem direkten Umfeld wird mir heute zunehmend mit der Anzahl unwohl [das wird mit dem Alter der Sinne einen Zusammenhang haben] und so meide ich physisch Grossveranstaltungen ohnehin.
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Alt 28. July 2010, 14:07   #32
weirdo
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Zitat:
Zitat von Rolf Pfister Beitrag anzeigen
"Partydrogen" können ja nicht voraus zum Frühstück eingenommen werden.
Na klar, wann denn sonst? Zum Abendbrot, wenn alles vorbei ist?


Und weil es doch heisst: es wurde nicht "videoüberwacht":

Meine Leute haben sich noch amüsiert, weil die Grünen vor dem
West-Eingang des Tunnels in den Bäumen hingen und filmten...
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Alt 28. July 2010, 14:21   #33
utility
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liebes, du suchst einfach den konflikt mit mir, das ist alles.
natürlich weiß ich das, genauso, wie ich weiß, das man das pülverchen dann gerne mal nachlegt so über die nacht.
aber ich weiß auch, welche paranoia man entwickeln kann wenn man die grünen plötzlich sieht, wie die sanktionen des ausschlusses aus der "normalen" gesellschaft drohend wie das schwert damokles plötzlich über einem auftaucht, wenn man auch als fussgänger plötzlich angst um seinen führerschein bekommt, oder wie im bekanntenkreis, als beamteter feuerwehrmann angst um seinen arbeitsplatz bekommen muß. es geht bei vielen in so einer situation eben nicht nur um das fallenlassen von ein paar pillen, so eine grüne wand löst ganz reale existensängste aus.
und nun is auch ende für mich.
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Alt 28. July 2010, 14:26   #34
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Zitat:
Zitat von utility Beitrag anzeigen
liebes, du suchst einfach den konflikt mit mir, das ist alles.
Psychologische Taschenspielertricks nenne ich solche Bemerkungen.

Zitat:
Zitat von utility Beitrag anzeigen
und nun is auch ende für mich.
Na, schaun mer mal. Das behaupten ja immer mal wieder welche...
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Alt 28. July 2010, 15:08   #35
Rolf Pfister
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Zitat:
Zitat von weirdo Beitrag anzeigen
Na klar, wann denn sonst? Zum Abendbrot, wenn alles vorbei ist?
Nee, den Zeitpunkt der Einnahme bestimmt die Wirkungsdauer der Droge, die sei unterschiedlich je nach Substanz. Aber die Parade selber, also ein stundenlanges anstrengendes dabei mitmachen wäre, jetzt für mich, noch kein Anlass.
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Alt 28. July 2010, 17:31   #36
weirdo
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Ich hätte einen dahinter machen solle, so ganz ernst war das gar nicht.
Du liegst mit Deiner Einschätzung nah an meinen persönlichen Erfahrungen:
Zitat:
Die Experimente mit auf die Psyche wirkenden Substanzen gehören meines Wissens von Alters her zu den jungen Bewegungen als ein Herantasten an real aus normal.

Aber: An der Parade, und das sei noch nicht die Party, in diesem Zusammenhang also bloss ein Vorspiel bei einer Absicht an einer der nachfolgenden "Partys" eine chemisch wirkende Substanz zu konsumieren, laufen vermutlich erst ein paar wenige "verstrahlte" mit, da würde ich dann, wenn schon, auf einem der Wagen mitfahren, aber auch dort würde ich vermutlich nicht hinpassen. "Partydrogen" können ja nicht voraus zum Frühstück eingenommen werden. Ich denke, die Mehrheit der Teilnehmenden einer Parade, der Mitläufer und Zusehenden ohnehin, sind als ganz "normal" zu erfassen mit Augenmerk auf "Fun" und "Love" mehrheitlich ohne Drogen.
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Alt 28. July 2010, 23:12   #37
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Mal was anderes - hat Dr. Motte sich eigentlich geäußert?
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Alt 29. July 2010, 04:56   #38
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Zitat:
Zitat von TauRho Beitrag anzeigen
Mal was anderes - hat Dr. Motte sich eigentlich geäußert?
Ja in einem Interview sagte er u.A. dass er die Kommerzialisierung und den "Aufkauf" der Love Parade mit großem Bedauern und Skepsis beobachtet habe und diese Veranstaltung seit dem zum reinen Kommerzspektakel "verkommen" sei, was denn auch diesen tragischen Ausgang zur Folge gehabt hätte. Mit seiner ursprünglichen und politisch motivierten Idee, habe das Ganze nichts mehr zu tun gehabt.
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Alt 29. July 2010, 06:29   #39
Juliane
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Zitat:
Zitat von utility Beitrag anzeigen
liebes, du suchst einfach den konflikt mit mir, das ist alles.
natürlich weiß ich das, genauso, wie ich weiß, das man das pülverchen dann gerne mal nachlegt so über die nacht.
aber ich weiß auch, welche paranoia man entwickeln kann wenn man die grünen plötzlich sieht, wie die sanktionen des ausschlusses aus der "normalen" gesellschaft drohend wie das schwert damokles plötzlich über einem auftaucht, wenn man auch als fussgänger plötzlich angst um seinen führerschein bekommt, oder wie im bekanntenkreis, als beamteter feuerwehrmann angst um seinen arbeitsplatz bekommen muß. es geht bei vielen in so einer situation eben nicht nur um das fallenlassen von ein paar pillen, so eine grüne wand löst ganz reale existensängste aus.
und nun is auch ende für mich.
Ich zitiers mal en bloc..

und da isses total off topic

über utilitys Existenzängste müsste man sich aber an anderem Ort mal gründlicher unterhalten, sie scheinen im Moment sehr ausgeprägt zu sein, denn objektiv sucht hier niemand Streit mit keinem.

Und die Rolle der Drogen in der Techno - Szene ist ja nun einer der allerältesten Hüte überhaupt.. und in keiner Weise waren diese maßgeblich für das entstandene Desaster. Und um dieses Desaster ging es doch wohl, oder...

Es reichte mir schon, dass Prometheus die Opfer zu Tätern machen wollte, jetzt nicht auch noch Utility ins gleiche Horn trötend inständig bitte
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Alt 29. July 2010, 06:35   #40
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Zitat:
Zitat von Eik Beitrag anzeigen
Ja in einem Interview sagte er u.A. dass er die Kommerzialisierung und den "Aufkauf" der Love Parade mit großem Bedauern und Skepsis beobachtet habe und diese Veranstaltung seit dem zum reinen Kommerzspektakel "verkommen" sei, was denn auch diesen tragischen Ausgang zur Folge gehabt hätte. Mit seiner ursprünglichen und politisch motivierten Idee, habe das Ganze nichts mehr zu tun gehabt.
Ach Gott, der arme Doktor Motte.. ja, ich habs auch so gehört. aber was will er denn, so ist Kommerz eben, da hilft kein Klagen und Jammern.. nur mal nebenbei bemerkt
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Alt 29. July 2010, 10:01   #41
weirdo
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Weil TauRho die Finanzierung anspricht...
Da werden sich auch noch weitere Abgründe auftun, denk' ich mal.
Zitat:
Loveparade darf die Stadt nichts kosten
Duisburg, 18.02.2010, Stefan Endell

Duisburg. Kosten darf die Loveparade die Stadt Duisburg nichts: Darauf haben sich die Stadt und das Land heute geeinigt. Duisburg hat dazu ein neues Konzept vorgelegt. Ob es was taugt, werde jetzt geprüft.

Wer bezahlt die städtischen Kosten der Loveparade? Zumindest den Teil, den die bankrotte Stadt nicht zahlen darf, nicht zahlen kann? Es geht um einen ungeklärten Finanzierungsbetrag zwischen 840.000 Euro und einer guten Million. Aufzuwenden für Sicherheitsmaßnahmen wie auch für Kosten der VRR-Sonderzüge zur Parade.

Am Samstag Morgen tritt der Rat der Stadt auf Wunsch der SPD zusammen, die über ihren Loveparade-Antrag abstimmen lassen will: Zur Durchführung der Loveparade, so fordern die Sozialdemokraten, sollen „keine Haushaltsmittel der Stadt eingesetzt werden”, wie auch keine Finanzmittel städtischer Gesellschaften (z.B. der Stadtwerke).

„Wir haben dafür eine Mehrheit”, erklärte gestern SPD-Ratsherr Bruno Sagurna. Er sitzt nicht nur im Rat der Stadt, sondern Sagurna ist auch stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender im Regionalverband Ruhr (RVR), dem Zweckverband der Kreise und Städte des Ruhrgebiets. Und dieser RVR, so war in diesen Tagen aus dem politischen Raum zu erfahren, wolle (oder müsse) Duisburg helfen und werde einen großen Teil der 840.000 Euro übernehmen. Sagurna: „Unsinn! Vom RVR gibt es für die Loveparade keinen Cent.”

Einen weiteren großen Kostenanteil, so hört man, wolle das Land übernehmen. Bliebe für die Stadt „noch ein kleiner fünfstelliger Betrag”. Morgen, so ein Sprecher des OB, werde es dazu aktuelle Auskünfte geben. Dann wird der Rat wohl auch erfahren, dass die Stadt bei der Bezirksregierung ein Loveparade-Konzept vorgestellt hat, ohne dafür eigene Mittel oder solche von städtischen Gesellschaften zu verwenden. Ob dieses Konzept auch tauglich ist, solle in den nächsten Tagen geklärt werden.

(Quelle: WAZ)
"Der Spiegel" im Rückblick dazu: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,708679,00.html
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Alt 29. July 2010, 13:06   #42
Rolf Pfister
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Zitat:
2001 wurde dem Urgedanken einer Technoparade als politische Demonstration der Todesstoß verpasst.
Echt? Techno als Subkultur ist zum Politikum geworden in Deutschland? So als ob aus "Kultur" heraus "Subkultur" verstanden werden könnte?

Für mich war damals lediglich Familien intern ein "Politikum", meinem Nachwuchs klar zu machen, dass die eigene Mietwohnung wegen der mithörenden Nachbarn nicht geeignet sei für die tägliche "Technoparty".

Eine Technoparade könnte bezwecken, nach meinen Beobachtungen, für viele die Möglichkeiten zu schaffen, überhaupt einmal mit dem ganzen Körper Musik hören, also mit verstopften Gehörgängen elektronische Frequenzen fühlen zu können.
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Alt 29. July 2010, 15:06   #43
weirdo
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Hallo Rolf!

Ich glaub', das hast falsch verstanden: Bis ins Jahr 2000 war diese "Liebes-Parade" als
eine politische Demonstration angemeldet. Ab 2001 war es eine kommerzielle Veranstaltung.

Nicht "Techno als Subkultur" wurde zum Politikum.
Das hätte man wohl jetzt gern draus gemacht, klappte aber nicht.
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Alt 30. July 2010, 08:19   #44
Juliane
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Sehr aufschlussreich, dein Zitat, Weirdo, danke!

Und @ Rolfs Adresse: ich pflichte Weirdo bei, das möchten sie jetzt vielleicht wirklich gerne, damit sie die Verantwortung für dieses Versagen los sind und die Opfer zu Tätern erklären können nach dem Motto "Selber schuld" aber das wird nicht klappen.

Denn es liegt auf der Hand, dass die Veranstaltungsleitung und die Stadt versagt haben und das von Anfang an. Zigmal hat diese Veranstaltung, kommerziell oder nicht, in Berlin stattgefunden und es gab zwar viel Müll und viel Durcheinander und einen verwüsteten "Tiergarten" - unser "Central Park" gab es auch, aber SO etwas gab es nie und konnte es auch nicht geben, weil eben professionell geplant wurde und zwar von der Stadt. Dann musste Berlin die Loveparade aus Kostengründen weggeben und - ab dann ging's bergab.

Was mich zornig macht: die Duisburger Stadtväter wussten genau, dass sie sich damit übernehmen und der Veranstalter wusste, dass er auf die infrastrukturellen Möglichkeiten der jeweiligen Stadt angewiesen ist und wenn die nicht gegeben und sicher sind, dann kann er sein Ding dort nicht machen. Haben es aber beide doch gemacht...
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Alt 30. July 2010, 14:24   #45
André
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Zitat:
Zitat von Juliane Beitrag anzeigen
Haben es aber beide doch gemacht...

Richtig, die haben sich hinreißen lassen durch die Geister die sie riefen.

Nicht das du mich jetzt Falsch Verstehst.
Seit 4 Jahren, bin ich froh das nicht viel mehr geschieht. So wie mein eigener geistiger Zustand um mich herum Niederschlag findet. So ist es doch mit jedem Menschen. Nimmt man jetzt die geistige Reife der Menschen (incl. meiner Fehlerhaftigkeit) so müssen doch diese inneren Dinge auch in der Welt ihren Niederschlag finden.

Da ging mir ein Kronleuchter auf und ich wunderte mich jetzt, das nicht das Chaos noch schlimmer herrscht. Zudem war ich ja früher selber ein echter Weltling und sah gar nicht was ich in Wahrheit anrichtete.

Dazu kommen meine Erfahrungen vom Tauchen. Da gab es Katastrophen wo keine sein durften und ein schönes Tauchen wo eine Katastrophe hätte geschehen müssen. Das Erleben das in Krankenhäusern viel mehr schief laufen würde wenn die Angestellten "NORMAL" ihrer Arbeit nachgehen würden.

Sicher, hinterher finden sich dann Gründe und es erscheint einem Logisch.
Es hätte aber auch gut gehen können, das darf man nicht Vergessen.

Denn das Leben hier, ist im Grunde genau so Gefährlich wie im Taliban Land.
Nur nicht so Offensichtlich. Das wiegt viele in eine trügerische Sicherheit aus der man dann Jäh hinausgerissen wird.

Grüße
André
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Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch
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Alt 30. July 2010, 14:57   #46
weirdo
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@TauRho: betr. Deinen Beitrag vom 29. July 2010 07:18, den ich oben entfernt habe:
Du hattest dort leider einen Script (Werbung) inklusive CSS-Codes mit hineinkopiert,
der hier das Layout zerschiesst und auch eine Editierung des Beitrags unmöglich macht.

Deshalb hier als Zitat:
Zitat:
Zitat von TauRho
Zitat:
2001 wurde dem Urgedanken einer Technoparade als politische Demonstration der Todesstoß verpasst. So sahen sich die Veranstalter vor der Herausforderung, für Müllbeseitigung und Sicherheit selbst aufzukommen, ohne den totalen Ausverkauf der Loveparade begehen zu müssen. Mit der Übernahme durch den neuen Hauptsponsor „McFit“ – einer Billig-Fitness-Kette – und ihren Geschäftsführer Rainer Schaller im Jahr 2006 durfte das Vorhaben als gescheitert angesehen werden. Erstmals fand die traditionelle Abschlusskundgebung an der Siegessäule ohne Dr. Motte statt, der sich von dem Modell distanzierte. Die Marke Loveparade wurde zum Steuerabschreibungsmodell, bei dem Mensch und Kultur auf der Strecke blieben, beschrieb es Dr. Motte jüngst in der „Berliner Zeitung“: „So wie der Name Loveparade in der Welt stand für ein anderes Deutschland, für ein neues Berlin, als Ereignis, das in den Neunzigern überall auf der Welt nur Freude ausgelöst hat – ist es jetzt getötet, ein schwarzes Loch aus Trauer und Toten. Das tut mir auch persönlich ganz enorm weh. Ich bin eigentlich sprachlos“, so der 50-jährige Urvater weiter. Am 25. Juli verkündete Unternehmer Rainer Schaller das endgültige Aus der Loveparade – und damit das Ende von „Friede, Freude, Eierkuchen Quelle: Focus online: http://www.focus.de/kultur/musik/lov...id_534799.html
Eines der großen Probleme scheint mir doch zu sein, dass aus der "Parade" mit Umzug und Bewegung ein "Festival mit stationären Bühnen und entsprechendem Gedränge uf abgeschlossenem Gelände wurde. Das hatte dann mit der ursprünglichen Idee wirklich nicht mehr viel zu tun. Und ausgerechnet Schaller mit McFit als Eigner und Hauptsponsor... ...risikobereit und gewinnorientiert auf Teufel komm raus...
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Alt 31. July 2010, 08:59   #47
TauRho
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uiii sorry - hab ich gar nicht gemerkt... den "Werbeblock" hatte ich doch rausgelöscht - grübel....
Danke fürs aufpassen!!!
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Alt 31. July 2010, 09:09   #48
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Standard Die wundersame Schrumpfung der 1,4 Millionen!

Von Simone Utler

Sie wollten sich für eine Millionenparty feiern lassen, die keine war. Love-Parade-Chef Schaller und Duisburgs OB haben vor einer Woche grotesk hohe Besucherzahlen genannt. Jetzt ist für Ermittler die zentrale Frage, wie viele wirklich da waren - und ob Genehmigungen verletzt wurden. SPIEGEL ONLINE sortiert die Angaben.









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Hamburg - Viele Teilnehmer, möglichst viel mehr als eine Million: Das bedeutete bei der Love Parade jahrelang sensationellen Erfolg. Gerne verkündeten Gastgeber und Veranstalter Rekordzahlen. Bis zum vergangenen Samstag.

Seit der Katastrophe von Duisburg kursieren höchst unterschiedliche Angaben darüber, wie viele Raver vor einer Woche wirklich gefeiert haben. Alle Zahlen sind deutlich niedriger als die 1,4 Millionen in den Sensationsmeldungen, die Veranstalter Rainer Schaller und Oberbürgermeister Adolf Sauerland vor den Unglücksmeldungen verkündeten. Und der Verdacht liegt nahe, dass nun einige Beteiligte nicht die Klärung der tatsächlichen Zahl im Blick haben könnten, sondern ihre eigenen Interessen bei der Klärung der Schuldfrage.

Fest steht, dass am neuralgischen Punkt zwischen Tunnel und Rampe am Samstagnachmittag viel zu viele Menschen waren. Fest steht außerdem, dass die genaue Zahl der Menschen große Bedeutung für die Aufklärung der Ereignisse hat. "Wir ermitteln wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung. Da müssen wir ein umfangreiches Bild erstellen - und ein Aspekt sind die unterschiedlichen Zahlen", sagt Rolf Haferkamp, Sprecher der Duisburger Staatsanwaltschaft. Man versuche besonders sorgfältig zu klären, wie viele Menschen es tatsächlich waren.

Die Zahlen seien der "Dreh- und Angelpunkt der Untersuchung", sagt auch Stadtsprecherin Anja Huntgeburth. Wegen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dürfe sie zu diesem Thema keine Auskünfte geben. Klar ist, dass die Stadt eine Genehmigung für 250.000 Menschen auf dem Veranstaltungsgelände ausgegeben hat - SPIEGEL ONLINE hatte dies bereits am Sonntag enthüllt. Der Veranstalter Lopavent wollte sich zum Thema nicht äußern. Auf Anfrage teilte die Pressestelle am Freitag mit, sie gebe "angesichts laufender Ermittlungen keine Statements zu Einzelfragen an Medien".

Die zentralen Fragen zu den Zahlen - SPIEGEL ONLINE gibt Antworten:

1. Teil: Die wundersame Schrumpfung der 1,4 Millionen
2. Teil: Wie viele Menschen erwarteten Veranstalter und Stadt?
3. Teil: Für wie viele Besucher pro Stunde waren die Zugangswege ausgelegt?
4. Teil: Braucht es für eine Genehmigung eine genaue Besucherzahl?
5. Teil: Wie schätzen Veranstalter Besucherzahlen?
6. Teil: Wie werden die benötigten Sicherheits- und Rettungskräfte errechnet?
7. Teil: Wie viele Menschen waren nun tatsächlich in der Stadt?
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Alt 3. August 2010, 02:43   #49
Frankie
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Exclamation

Hallo ihr Lieben!

Wer harte Nerven besitzt, kann sich die Videos des YouTube Users pizzamanne anschauen, die das Drama um die Besucher der Loveparade in ungeschönten Bildern und Tönen wiedergeben. Aus Gründen des Jugendschutzes hat der User die " über 18 " Variante gewählt. Nach solchen Aufnahmen werden sich bestimmt einige Besucher von Mega-Events überlegen, ob sie nicht lieber diesem Wahnsinn fernbleiben sollten. Ich schätze mal, daß man Druck auf YouTube ausüben wird, um sie entfernen zu lassen. Ein Dokument des Grauens, daß mich heute Nacht nicht schlafen lassen wird

Teil 3 läßt mich in Stille und Trauer verharren....




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Schätze den, der ohne dich leidet und lauf nicht dem hinterher, der ohne dich glücklich ist.
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Alt 7. August 2010, 11:29   #50
Eik
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Sauerland war über Planungschaos informiert

ddp
Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland (CDU): "Büro OB z. Kts."
Der Druck auf Adolf Sauerland wächst: Nach SPIEGEL-Informationen war Duisburgs Oberbürgermeister detailliert über das Planungschaos im Vorfeld der Love Parade informiert. Auch die Rolle von Veranstalter Rainer Schaller und der früheren Landesregierung wirft ein neues Schlaglicht auf die Tragödie.

Duisburg/Berlin - Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) war offenbar detailliert über das Planungschaos im Vorfeld der Love Parade informiert. Dies geht aus den vertraulichen Anhängen zu einem 32-seitigen Zwischenbericht über die Katastrophe mit 21 Todesopfern hervor, die dem SPIEGEL vorliegen.

So schrieb die städtische Untere Bauaufsicht am 14. Juni, knapp sechs Wochen vor der Veranstaltung, einen Brandbrief an den Veranstalter, bislang gebe es weder einen "Lageplan" des Geländes noch ein "zielorientiertes Brandschutzkonzept" noch eine Endfassung des Sicherheitskonzepts. Eine Kopie des Schreibens ging laut Vermerk ("Büro OB z. Kts.") auch an Sauerland.

Die neu aufgetauchten Dokumente dürften den Druck auf den Oberbürgermeister erhöhen. Sauerland war zuletzt in die Kritik geraten, weil er einen Rücktritt abgelehnt hatte und seine Zukunft nach der Tragödie per Abwahlverfahren klären lassen will.

"Hätte dringlicher auf die Probleme hinweisen müssen"

Die Debatte dürfte auch dadurch befeuert werden, dass erstmals ein Verantwortlicher des Love-Parade-Desasters nun öffentlich Fehler eingeräumt hat. "Ich hätte dringlicher auf die Probleme hinweisen müssen", sagte der Psychologe Carsten Walter in einem Interview mit dem SPIEGEL. Der Crowd-Manager, der die Besucherströme auf dem Veranstaltungsgelände regulieren sollte, sagte, schon Stunden bevor die Opfer von den Menschenmassen erdrückt worden seien, habe er das Gefühl gehabt, dass bei der Veranstaltung etwas schieflaufe. Er habe aber nicht die Entscheidungskompetenz gehabt, das Gelände abzuriegeln.

Walter erhob zugleich schwere Vorwürfe gegen die Polizei. So hätten er und ein Beamter "geschätzte 45 Minuten" benötigt, die Polizeiführung zu erreichen. Das Problem sei gewesen, dass der Polizist "definitiv" kein Funkgerät gehabt habe und das Handynetz überlastet gewesen sei. Damit widersprach er der Darstellung der Polizei im Düsseldorfer Landtag.

Veranstalter Schaller und frühere Landesregierung übten Druck aus

Die Verantwortung für die Katastrophe ist noch immer ungeklärt - Stadt, Veranstalter und Polizei warfen sich nach dem Desaster wiederholt gegenseitig Versäumnisse vor. Neben Sauerland dürfte nun vor allem einer weiter unter Druck geraten: Veranstalter Rainer Schaller.

Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen erhöhte Schaller kurz vor Beginn der Love Parade den Druck auf das Duisburger Rathaus. Nachdem das Bauamt am 14. Juli ein Sicherheitskonzept eingefordert hatte, meldete sich fünf Tage später eine von Schallers Firma Lopavent beauftragte Anwaltskanzlei und drängte auf die Erteilung einer "Sondernutzungserlaubnis". Die Juristen warnten davor, die Großveranstaltung abzusagen und wiesen auf die "immensen wirtschaftlichen aber auch ideellen Schäden für Veranstalter, die Metropole Ruhr und die Stadt Duisburg" hin. Am 21. Juli gab die Stadt grünes Licht für die Veranstaltung.

Auch von anderer Stelle gab es offenbar erheblichen Druck. Im Genehmigungsverfahren zur Love Parade soll die damalige Landesregierung unter dem früheren Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) Druck auf die Stadt Duisburg ausgeübt haben. Das berichtet der "Focus" unter Berufung auf ein Besprechungsprotokoll zum ersten Planer-Treffen für die Techno-Party am 2. Oktober 2009. Demnach betonte der städtische Ordnungsdezernent Wolfgang Rabe, dass Rüttgers "in der Vergangenheit bereits eine Aussage getroffen habe, dass die Love Parade in Duisburg stattfinden sollte". Eine Absage könne daher "lediglich aus gravierenden Sicherheitsbedenken erfolgen".

Quelle Spiegel online
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