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 Die aufgeführten Begriffe sind nicht immer vordergründig gnostische Spezialbegriffe. Desgleichen sind die angeführten Artikel nach Notwendigkeit erstellt, also nicht immer bewußt kurz gehalten. Stichworte, die an anderer Stelle ausführlich behandelt werden, sind durch  und Fettdruck gekennzeichnet. Bei der Behandlung allgemeiner Themen haben wir uns nicht immer an die gängigen Versionen gehalten wenn dies nicht zweckdienlich erschien. Bei im Projekt näher ausgeführten Problemen finden Sie ebenfalls einen Hinweis darauf.
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Wichtige Begriffe
Castel del Monte - angebliches Lustschloß in der Nähe von Bari in Apulien, von Friedrich II nach 1230 nach und nach errichtet. Die naheliegende Vermutung, daß es sich hier nicht oder nur vordergründig um ein Lustschloß und sicher nicht um ein militärisches Kastell handelt erschließt sich aus dem von Friedrich sonst nirgendwo verwendeten Grundriß. Ferner spricht dafür die Anlage tiefer Kellergewölbe, die in ihrer Anlage den Grundriß sozusagen in den Felsenboden eintiefen. Nach dem Tod Friedrichs dienten diese Keller als Staatsgefängnis für die kaiserlichen Söhne und Enkel. Gedacht waren sie wohl zu einem anderen Zweck, auch einem anderen als dem, Vorratskeller zu sein - ein Kerker hatten sie sicher nie sein sollen, auch zu Friedrichs Lebzeiten nicht. Dazu gab es genug militärische Festungen im Land und auch die Residenz Foggia hatte hier genügend Möglichkeiten. Das Sonderliche an Castel del Monte ist sein Grundriß, der sonst auch bei Friedrichs Lustschlössern nicht vorkommt. Dabei ist die Anlehnung an arabische Bauweisen sicher Absicht - aber hier kommt etwas anderes ins Spiel, das sich nur dem erschließt, der den Symbolwert kennt, den geometrische Figuren im Mittelalter hatten. Der Grundriß von Castel del Monte ist achteckig mit jeweils an den Ecken plazierten fünfeckigen Türmen, die aber die Gesamthöhe des Baues nur geringfügig überragen. Die Türme enthalten Treppenhäuser. Achteck und Fünfeck - das bedeutete in der mittelalterlichen Symbolik, die Friedrich gut beherrschte, Ewigkeit und Zeitlichkeit, menschliches und ewiges Leben. Dazu kommt das, ebenfalls achteckige Bassin im Innenhof, das mit Regenwasser gefüllt, ein Sinnbild sein konnte für Reinheit, aber auch für Verbindung mit den Elementen und für Auflösung. Als Zisterne hat es nicht gedient, auch nicht als "Swimmingpool". Castel del Monte ist uns nur in seinem Grundbestand erhalten, die innere wie äußere Ausstattung sind verloren. Es dürfte aber weder innen noch außen so kahl gestanden haben, wie es sich uns heute darbietet - es ist an eine Außenverkleidung mit wahrscheinlich farblich abgesetzten Steinplatten zu denken und eine reiche Innenauskleidung ist bezeugt. Für die Baugeschichte des Kastells ist ferner bedeutsam, daß Friedrich sich aus Jerusalem Baupläne und Skizzen kommen ließ. darunter auch die des Felsendomes. Wie man weiß, eines Achteckbaues. Das eröffnet noch weitere Perspektiven, wie das Bauwerk hätte aussehen sollen, denn die Parallelen sind vielfältig - zu vielfältig um zufällig zu sein. Sogar die eingetiefte Mitte findet sich im Felsendom - dort umschließt sie den "heiligen Fels". Überkuppelt sollte das Kastell aber nicht werden - ein solches Vorhaben erforderte eine statische Vorbereitung, die nicht getroffen wurde - zudem erhalten sämtliche Gemächer vom Innenhof her das meiste Licht.
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Channeling - Terminus für die Vermarktung einer spirituellen Elementartechnik. Davon abgesehen, daß diese Vermarktung immer skurrilere Züge annimmt, gehört das Phänomen selbst in die Reihe der durchaus ernstzunehmenden Kommunikationsmöglichkeiten des Geistes und jeder Gnostiker beherrscht es bereits ziemlich zum Anfang seines Studiums mit mehr oder weniger Perfektion. Hier dient es allerdings nicht dazu, den "Heiligen Geist" oder "Jesus Christus" nach der Zukunft zu fragen, sondern dazu, sich selbst diesen Raum der Geistes immer mehr zu erschließen und dabei Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten zu fassen. Je nach persönlichem Geschmack und Bedarf kann man dabei mehr oder weniger Brimborium veranstalten - ich ziehe es vor, jedes Brimborium zu unterlassen. Der Sache selbst ist das weder dienlich noch abträglich. Wer wirklich sicher sein will, daß er "channeln" kann, sollte es einmal mit Leuten versuchen, die er hinterher auch fragen kann, ob sie an dem Botsdchaftenaustausch auch teilgenommen haben. Wenn sie ihm dann den Kontakt bestätigen, wird ihn das sicher bestärken - mich hat es bestärkt, aber ich habe es auch gewagt, mich einem negativen Bescheid auszusetzen. Die meisten sogenannten Channelmedien suchen sich allerdings möglichst exotische und entsprechend schwierig nachzuprüfende Objekte ihrer Begierde. Wobei auch das möglich ist, allerdings nur einem Menschen mit entsprechender Qualifikation - wir haben solche Prüfungen schon vollzogen und es haben auch Leute bestanden, die sich sehr exotische Ziele gestellt hatten. Wer allerdings mit einem solchen "Kanal" flüssig in seiner jeweiligen Muttersprache kommunizieren kann, sollte mißtrauisch werden. Das bedeutet zwar nicht, daß er schwindelt, aber es kann bedeuten, daß das angeblich so exotische Wesen in Wahrheit nichts anderes ist als sein eigenes. Die Technik selbst beruht auf einer guten Fähigkeit zum konzentrierten Abschalten der eigenen Vorstellungen, die erlernt werden kann. In die so entstehende Denkstille können die anderen "Frequenzen" einbrechen und es kommt nun nur noch darauf an, sie nicht mißzuverstehen und mit den eigenen Vorstellungen wieder durcheinanderzubringen. Da diese Technik relativ leicht zu erlernen ist, ist es auch nicht verwunderlich, daß gerade in dieser Disziplin ein so reiches Angebot an Adepten vorhanden ist. Es könnte eigentlich noch viel reichhaltiger sein, da ausnahmslos jeder für diese Technik geeignet ist.
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Chiliasmus - mittelalterliche mystisch - apokalyptische Lehre, die zurückgeht auf den franziskanischen Abt Joachim di Fiore (gest. 1202) und seine prophetisch gemeinte Lehre von den "drei Zeitaltern" (von jeweils tausend Jahren, das letzte bevorstehend). In den folgenden Jahrhunderten wurde diese Spekulation des Joachim immer wieder zur Grundlage verschiedener christlich . apokalyptischer Bewegungen und spielt durch die Erweckungsbewegungen des neunzehnten Jahrhunderts und die hieraus erwachsenen Glaubensgemeinschaften bis heute eine wenigstens latente Rolle. Mit Gnosis hat sie allerdings nichts zu tun, sie war und ist eine innerkirchliche Häresie im Dienst einer Apotheose des Mönchtums, wie sie mit anderen Mitteln auch von Bernhard von Clairvaux versucht worden war: der Mönch als Repräsentant eines neuen "Zeitalters des Geistes". Sie ist rein mystischer Färbung.
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