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 Die aufgeführten Begriffe sind nicht immer vordergründig gnostische Spezialbegriffe. Desgleichen sind die angeführten Artikel nach Notwendigkeit erstellt, also nicht immer bewußt kurz gehalten. Stichworte, die an anderer Stelle ausführlich behandelt werden, sind durch  und Fettdruck gekennzeichnet. Bei der Behandlung allgemeiner Themen haben wir uns nicht immer an die gängigen Versionen gehalten wenn dies nicht zweckdienlich erschien. Bei im Projekt näher ausgeführten Problemen finden Sie ebenfalls einen Hinweis darauf.
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Wichtige Begriffe
Ebene - in der Gnosis Terminus zur Kennzeichnung bestimmter geistiger Befindlichkeiten. Hat nichts gemein mit topographischen oder physikalischen Ebenen, sondern bezeichnet den Umfang der möglichen Wahrnehmung eines Prozesses oder den Zustand des Selbst in einer bestimmten Konstellation. - In der antiken Gnosis, in der die Sache selbst ebenfalls bekannt war, faßte man den Begriff allerdings als rein topographisch auf und konstruierte dementsprechend Systeme aus verschiedenen Ebenen; nicht beachtend, daß die Ebenen der Wahrnehmung keine örtliche Komponente besitzen. Die Neugnosis hat diese Auffassung neben anderen völlig übernommen und besitzt ebenfalls ein topographisches Weltbild. Daraus resultierten die bekannten Gegenüberstellungen von Welt und All, Materie und Geist. Gnosis heute geht davon aus, daß alle Ebenen der Wahrnehmung wie des Zustandes in jedem Objekt vorhanden sind und es nur auf die äußeren und inneren Befindlichkeiten dieses Objekts ankommt, inwiefern und inwieweit sie praktisch relevant werden.
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Ecclesia gnostica - Bezeichnung der norwegischen und italienischen neugnostischen Zirkel. Der Name "Kirche" allein für eine gnostisch titulierte Gemeinschaft ist bereits aussagekräftig genug, nämlich im Hinblick auf die Bestimmung dieser Methode eine Unmöglichkeit.
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Emanation - eine aus der platonischen Hypostasenlehre resultierende Auffassung, nach der die Ideen fortwährend Bilder aus sich produzieren, denen dann für den Menschen realer Wert zuzukommen scheint. In der antiken Gnosis sind Emanationen die "Nachkommen" der "Urwesen" und deren Nachkommen. Mit der Zeit entwickelte sich eine verzwickte Emanationenlehre, die versuchte, die "Stammbäume" der einzelnen Wesenheiten zu ermitteln und sie in geschlossene und aufeinander bezogene Systeme zu bringen. Ihren genuinen Ursprung haben sowohl die platonische als auch die gnostische Lehre in der ägyptischen Theologie mit ihren "Götterfamilien". In der Lehre Jeschuas und in der ursprünglichen wie der modernen Gnosis spielen solche Spekulationen keine Rolle.
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Ennoia - eine der Bezeichnungen der Sophia.
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Esoterik - bereits vielfach definierte meist religiös gefärbte Geistesrichtung. Von der Definition, Esoterik stelle den inneren Gehalt der Religionen dar, ist man weitgehend abgerückt und führt diese nur noch der akademischen Vollständigkeit halben an. Überdies sind die heute maßgebenden Religionen von der Grundlage her vollkommen exoterisch, esoterische Inhalte werden eher von außen und teilweise sogar in Opposition gegen sie hineingetragen, sind ihnen aber nicht per se zu eigen. Esoterisch ist alles zu nennen, was die Attribute: höher, übersinnlich, kosmisch und außerirdisch enthält. Bewegungen, welche die Begriffe "göttlich" und "transzendent" verwenden, sind schon dezidiert dem Religionsbereich zuzuordnen. Desgleichen solche, die die Begriffe "Sünder", "Demut" und "Gesetz" im Vokabular haben. Die Verwendung bestimmter Techniken sagt hingegen über die Zuordnung nichts aus, da diese Techniken bis in die Großreligionen hinein besetzt sind. Desgleichen ist auch die Verbindung mit der Warenproduktion nicht maßgebend, da jede religiöse Bewegung auch wirtschaftliche Komponenten hat. Das resultiert aus der Tatsache, daß auch die religiösen Bewegungen in die Gesamtgesellschaft einbezogen sind und sich nicht außerhalb ihrer erhalten können. Wo das behauptet wird, ist es gelogen oder nicht gründlich durchdacht. - Das Spektrum der Esoterik ist sehr breit und wird je nach Einfallsreichtum der Menschen immer breiter. Dem Erfindungsreichtum in dieser Hinsicht sind keine Grenzen gesetzt. Dabei ähneln sich freilich viele Verfahren, was zu dauerhaften Rivalitäten bestimmter Schulen führt. Zwischen "echter" und "falscher" Esoterik unterscheiden zu wollen, ist ebenfalls eine Einstellung, die von ungenügender Kenntnis der Materie zeugt. Wo immer Esoterik "draufsteht", ist auch Esoterik "drin" - was für welche ist ein anderes Kapitel. Es gibt hochkarätige Philosophie hier ebenso wie bunt - primitive Ritualistik. Da Gnosis von der Gleichstellung aller Prozesse und von der Nichtexistenz aller Grenzen ausgeht, Grundsätze und Regeln weder schulmäßig aufstellt noch solche verteidigt, sondern sich selbst zur Diskussion und auf Innovation hin stellt, ist sie diesem Spektrum nicht zuzurechnen. Sie bedient sich vielmehr in aller Freiheit aller Dinge, deren sich ein Mensch bedienen kann, darunter natürlich auch allem, was in den verschiedenen esoterischen Gruppen jeweils gehegt und gepflegt wird; für uns sind das keine Heiligtümer... Näheres im Projekt
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Evangelien - triviale Literaturgattung der römischen Antike ab dem ersten Jahrhundert post. Ein Evangelium beschreibt romanhaft das Leben, die Wundertaten und die Aussprüche eines Theios Aner, eines göttlichen Wundertäters. Der literarische Anspruch von Evangelien ist eher schwach - sie richteten sich als religiöse Erbauungsliteratur an einfache Gemüter. Da das Evangelium sich nicht als originäre Schöpfung versteht, sondern als Botschaft über etwas, hat es keinen direkten Autor; der Name des Autors rangiert als "Überlieferer", "Überbringer". In der Vielfalt der antiken Religionen existierte eine Vielzahl von Evangelien. Das Christentum gesellte ihnen die eigenen hinzu - um vieles mehr als uns heute davon erhalten ist. Nachdem das Christentum zur alles beherrschenden Religion des Reiches geworden war, wurden die übrigen Evangelien systematisch vernichtet - ein Teil von ihnen fiel auch natürlichem Verschleiß zum Opfer, es handelte sich ja nicht um kostbare literarische oder wissenschaftliche Leistungen. Übrig blieben die Evangelien christlichen oder auch christlich aufgemachten Inhalts. - In engeren Sinne werden mit Evangelien die verschiedenen Versionen des Kreuzigungsromans und des "Lebens Jesu" verstanden, wie sie in den christlichen Gemeinschaften in Gebrauch waren. In späteren Zeiten wurden auch andere mit diesem Jesus in Verbindung stehenden Schriften als "Evangelium" bezeichnet unabhängig davon, ob sie mit der literarischen Gattung des "Botenberichtes" konform gingen. So wird auch die Sammlung der Jesussprüche aus dem ersten Jahrhundert ante, die sich in der Aufzeichnung des Judas Thomas erhalten haben, nachträglich als Evangelium bezeichnet, desgleichen eine Kommentarschrift aus dem zweiten Jahrhundert post, das sogenannte Philipperkommentar das ebensowenig Züge der traditionellen Erbauungsschrift trägt.
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