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 Die aufgeführten Begriffe sind nicht immer vordergründig gnostische Spezialbegriffe. Desgleichen sind die angeführten Artikel nach Notwendigkeit erstellt, also nicht immer bewußt kurz gehalten. Stichworte, die an anderer Stelle ausführlich behandelt werden, sind durch  und Fettdruck gekennzeichnet. Bei der Behandlung allgemeiner Themen haben wir uns nicht immer an die gängigen Versionen gehalten wenn dies nicht zweckdienlich erschien. Bei im Projekt näher ausgeführten Problemen finden Sie ebenfalls einen Hinweis darauf.
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Wichtige Begriffe
Heil auch Errettung, Erlösung, Befreiung religiöser Terminus, der nur am Rande etwas mit medizinischer Heilung zu schaffen hat. Der Begriff geht davon aus, daß der Mensch als unvollkommenes Wesen zur Vollkommenheit strebe, sie aber aus eigener Kraft nicht zu erreichen vermag. Dem liegt der Irrtum zugrunde, daß Vollkommenheit in einer dynamischen Entwicklung erreicht werden könne, der wiederum basiert auf der Verkennung der gesamten Entwicklungsrichtung. Die einfachste Auflösung des Problems ist wirklich seine Aufgabe denn was wir nicht schaffen können, das sollten wir auch nicht zu schaffen suchen und uns statt dessen auf das konzentrieren, was wir beim Warten auf ein "Heil" bisher grob vernachlässigt haben: die Wandlung unserer Welt und unserer Spezies in eine lebensfreundliche
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Heilsplan eine theologische Eselsbrücke, mit der man insbesondere im jüdischen und christlichen Denken eine gewisse Systematik im Wirken Gottes festschreiben wollte. Leider hat man diese Systematik nicht entschlüsselt, daher stößt sich insbesondere die christliche Religion ständig an diesen Theorien wund, weil der Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit allenthalben sichtbar ist. Hervorgegangen ist der sogenannte Heilsplan aus dem Anthropozentrismus der Antike und seiner anthropomorphen Gottesvorstellungen. Zugrunde liegt ihm aber die nicht von der Hand zu weisende Vermutung, daß es sich beim Schicksal dieser materiellen Welt um ein Konzept handeln könnte, das abgearbeitet wird, einen Beginn und ein Ziel hat. Ob dieses Konzept ein "Heilsplan" sein soll, hängt dann davon ab, wie man die Stellung des Menschen in ihm definiert: als eines der Heilung Bedürftigen oder als einer Erscheinung, deren selbstbestimmte Entwicklung letztenendes über ihr Schicksal entscheidet. Wir favorisieren das letzte Konzept, da es uns angesichts der Entwicklung des Menschen gesünder erscheint. Die Annahme, letztenendes für unser Schicksal nicht voll verantwortlich zu sein und eine Rückversicherungsmöglichkeit in einem "unabänderlichen" Heilsplan zu haben, hat in den letzten beiden Jahrtausenden unserer Ansicht nach zu viel zu viel Dummheiten geführt, die wir vielleicht nicht alle begangen hätten, wären wir uns unserer letztendlichen "Erlösung" nicht so selbstherrlich sicher. Man bedenke auch, daß die allergrößten Dummheiten gerade von Menschen verübt wurden, die ihrer "Errettung" sicher waren.
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Heilweisen, alternative - auch in der modernen Gnosis anerkannte Tatsache, daß neben der auf die materiellen Ressourcen und den Körper als materieller Struktur bezogenen akademischen Medizin auch direkt auf die Eigentlichkeit des Menschen (und auch der Tierwelt) bezogene Praktiken wirksam sein können und daß solche geistigen Prozesse infolge der Einheit in der Dimensionierung dann auch auf die Materie zugreifen. Der Erfolg solcher alternativer Heilweisen ist allerdings meist unsicher, da er von vielen nicht ohne weiteres berechenbaren Faktoren abhängt - die Fehlerquote ist entsprechend groß. Daher tun viele an dieser Heilweise Interessierte gut daran, sich auf ein bestimmtes Gebiet zu konzentrieren und sich darin zu entwickeln - die Versagensquote wird durch solche Beschränkung und Spezialisierung wesentlich gesenkt, die Qualität der Einzelleistung zweifelsohne beträchtlich erhöht, vorausgesetzt, die ausgewählte Methode erweist sich nicht an und für sich als haltlose Spekulation. - Die theoretischen Grundlagen vieler alternativer Heilverfahren erscheinen als abenteuerlich, was aber oft allein darin begründet ist, daß die Entdecker diese Methoden mangels vorgefundener eigene Terminologien haben erfinden müssen, die dann von ihren Schülern meist dogmatisch übernommen wurde ohne so gemeint zu sein. (Am deutlichsten wird das bei den Anthroposophen.) Es geht also bei der Probe darauf, ob eine Heilweise wirkt oder nicht, so gut wie nie darum, ob und wie der Adept diese erklärt, sondern einzig und allein um die Ergebnisse. - In der Heilpaxis der modernen Gnosis spielt die aktive Meditation eine ganz wesentlich Rolle. Der Heiler begibt sich auf spirituelle Weise an den Ort des Geschehens und wirkt dort direkt ein. Das setzt voraus, daß er mindestens über profunde Kenntnisse in Anatomie verfügt, besser noch auch über Zellstruktur und Stoffwechselprozesse und daß er Abweichungen vom Standard wahrnehmen und beurteilen kann. Voraussetzung für die Wirksamkeit der Arbeit ist auch die Offenheit des Patienten - nicht unbedingt sein Vertrauen; Offenheit kann auch durch Unwissenheit geschaffen werden, nicht einmal die physische Anwesenheit des Patienten ist unbedingt erforderlich, sofern der Behandelnde auf andere Weise eine Verbindung herstellen kann - zum Beispiel über beiden Parteien bekannte Personen, die körperlich aber nicht zur Verfügung stehen müssen. Eine en bloc - Heilung per Television ist ausgeschlossen und es handelt sich auch nicht um eine sogenannte Fernheilung; der Heilende befindet sich in Wahrheit ja nicht fern vom Patienten. Daß er noch zuhaus auf seinem Sofa sitzt ist für die Bewegungen seines Selbst irrelevant. Wenn ein spezifizierter Eingriff aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist, gibt es die Möglichkeit indifferenten Handelns - hierbei wird eine bestimmte Direktion ausgegeben, nicht in Form von Beschwörungen oder Riten, sondern als gedanklich - emotionale Fokussierung. Diese Fokussierung ist technisch nicht erlernbar, sondern eine der vielen Konsequenzen der Wiedergeburt, weshalb sie auch der aktiven Meditation nachgeordnete Praxis ist - diese nämlich kann erlernt werden. Die Anwendungsgebiete dieser alternativen Methoden reichen vom grippalen Infekt bis zur Krebs- und AIDS - Therapie, auch die Heilung von Frakturen und Verschleißerscheinungen läßt sich zumindest günstig beeinflussen. Schwierig wird es indessen in der Frage der Selbstmedikation, da Leiden Selbstblockierungen verursachen können, die dann einem Erfolg entgegenstehen. Bei der Heilung von banalen Infekten, Verschleißerscheinungen und Neuralgien sind aber auch in der Selbstmedikation Erfolge wenigstens möglich. - Heilen in diesem Sinne bezieht sich streng auf den somatischen Bereich und hat nichts gemein mit psychischen Einwirkungen. Für psychische Erkrankungen existieren andere Methoden, die erhebliche Mitarbeit des Patienten erfordern und weniger durch den Helfenden wirken als durch den Betroffenen. Hierher gehört auch der gesamte Bereich der Psychosomatik. - Gnosis tut keine Wunder. Sie benutzt lediglich Mittel und Wege, die ihr durch Kenntnis und Fähigkeit an die Hand gegeben werden. Der Bereich des Heilens ist nur einer unter vielen, die sich dem Lernenden und Erkennenden öffnen.
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Helfer , - (auch hier und da noch Lehrer) Bezeichnung der modernen Gnosis für die Person (Mann wie Frau), die einen Schüler während seiner Unterweltsfahrt betreut. Der Helfer ist kein Geistlicher, Seelsorger oder Guru sondern steht dem Schüler im Rang gleich, nur durch die größere Erfahrung geschieden. Das Verhältnis beider ist nicht Unterordnung, sondern gleichberechtigt freundschaftlich - kameradschaftlich. Der Helfer hat nichts zu lehren, sondern darauf zu achten, daß der Schüler in psychischen Schwierigkeiten, in die er durch die Einzelheiten der Unterweltsfahrt geraten kann, nicht allein bleibt und daß er seine Erfahrungen in einem plausiblen Kontext wiederfinden kann. Da jeder Mensch verschieden ist, spielt sich auch die Fahrt verschieden ab; das stellt den Helfer immer vor neue Probleme. Wenn er nicht flexibel genug ist und nicht über genügend Sicherheit und eigene Erfahrung mit diversen Konstellationen verfügt, wird er seine Aufgabe nicht wahrnehmen können und muß sie abbrechen. Das ist mit unter Umständen erheblichen Turbulenzen für Schüler und Helfer verbunden und mit tiefgreifenden Verunsicherungen in bezug auf Erkenntnis überhaupt. Und da kaum ein Helfer alle Konstellationen kennen kann, hat es sich eingebürgert, Helfertum nicht spirituell zu akzentuieren, sondern auf den zwischenmenschlichen Kontakt zu begründen. Helfer kann jeder sein, der entsprechende Kenntnisse und Erkenntnisse hat und der vorsichtig, selbstkritisch und konsequent genug ist, das Vertrauen eines Anderen auch zu rechtfertigen. Wenn die Helferrolle verborgen bleibt ( die Auffassung ist: was deine Rechte tut, soll deine Linke nicht erfahren), kann ein Schüler problemlos an einen andren Helfer übergeben werden. Den gesamten Komplex der Gnosis muß ein Helfer nicht kennen. Aber es tut der Qualität der Arbeit keinen Abbruch, wenn er ihn kennt.
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Hellsehen - Fähigkeit, zukünftige oder auch gegenwärtige und vergangene Ereignisse auf angeblich besonderem Wege zu erkennen. In dieser Form und Auffassung bedarf das Phänomen dringend einer eingehenden Erklärung, denn: es ist im Kern keine Scharlatanerie damit verbunden, allerdings auch nichts "Übersinnliches" ". Hellsehen ist eine Auswirkung der stets vorhandenen Fähigkeit aller Menschen zur Selbstobjektivierung. Ein Selbst, das sich zurücknehmen kann, macht sich damit auch aufnahmefähig für die Bedingtheiten anderer Wesenheiten. Das kann bewußt getan werden, aber ein unterdrücktes Selbst kann ähnliche Wirkungen hervorrufen, weshalb auch die meisten sogenannten Medien eher zurückhaltenden Charakters sind. Ihr Ichbewußtsein ist meist auf einem sehr niedrigen Stand. Das zeigt sich auch darin, daß kaum jemand von ihnen behauptet, daß er aus seinen eigenen Kräften handelt - fast alle begreifen ihr Tun als eine "Gabe", die ihnen von irgend jemand "verliehen" wurde. Durch diese Annahme wird ihr Ichbewußtsein weiter am Boden gehalten; Medien, die es mit ihrer "Gabe" zu etwas bringen, und deren Ichbewußtsein sich dadurch nolens volens entwickelt, sehen sich bald nicht mehr in der Lage, korrekte Aussagen zu machen; es kommt zu den sattsam bekannten Betrugsmanövern und an die Stelle echter Aussagen treten mehr und mehr psychologische Kalkulationen. - Die Technik des Hellsehens ist an sich denkbar einfach: das ausgeschaltete eigene Begehren bewirkt, daß der "Hellseher" in das seelische Innere (manchmal auch ins organische) des Fragenden "hineinsehen" kann. Der Fragende verdeckt es ja nicht, sondern trägt es in seiner Situation eher offener vor sich her als sonst. Dadurch gewinnt der "Seher" Informationen über Lebensweg und seelische Befindlichkeiten des Anderen, die ihm auch einiges darüber zu sagen vermögen, wie dessen Zukunft aussehen könnte. Dazu kommen die eigenen Vorstellungen, die dieser Mensch von seiner Zukunft hat und die ebenfalls sichtbar werden. Im Ansehen aller dieser Faktoren kann der "Hellseher" nun agieren, sie offenbaren, Rat erteilen, zur Vorsicht mahnen oder Bedenken zerstreuen. Wie er das im Einzelnen macht, ist von seiner eigenen Kondition sowie von der seines Klienten abhängig. Er sollte sich von keinem Brauchtum dabei beeinflussen lassen, es sei denn, solches Brauchtum gehöre zu seinem Selbstverständnis. Und - er sollte darauf achten, mehr als auf die Vorhersagen, daß er seinem Klienten psychotherapeutische Hilfe zukommen läßt. Dieser Moment seiner Arbeit kann wichtiger sein als die zutreffendste Zukunftsvorhersage. - Diese Arbeit kann allerdings auch nur von jemandem geleistet werden, der sein Handwerk bewußt und im Bewußtsein seines eigenen Anteils an dieser Arbeit ausführt. Das heißt, ein wirklich guter Hellseher weiß, warum er diese Fähigkeit hat und redet sich weder vor andren noch vor sich selbst mit einer "Gabe" heraus. Dadurch wird er sich selbst auch weniger "kostbar" und kann mehr als auf das Sehen auf die möglichen Wirkungen desselben achten. Außerdem merkt ein solcher es auch, wenn der Klient sich versperrt, wenn er Informationen lieber für sich behalten möchte. Er weiß dann, seine Prognose kann nicht genau sein und er wird es dem Betreffenden auch sagen. - Das Hauptgebiet des Hellsehens betrifft die Prognostik. Und nichts ist so beliebt und so ergiebig als Fehlprognosen von Hellsehern zu sammeln und zu kritisieren. Dazu ist zu sagen, daß diese Prognosen im Schnitt nicht zuverlässiger sind als jede andere. Alle Prognosen rechnen mit einem linearen Fortschreiten der gegebenen Ansätze, auch der Mensch in seinem eigenen Zukunftsverständnis. Die Projekte, die ein Hellseher zu sehen bekommt, stammen also aus einem linearen Denken. Nun ist aber der tatsächliche Ablauf fast aller Prozesse nicht linear definiert, sondern beruht auf einem kleinteiligen und komplexen Zusammenspiel verschiedenster Kausalitäten. Einige davon, sofern der Klient selbst mit ihnen rechnet, werden sozusagen am Rand des Operationsfeldes sichtbar und können einbezogen werden, aber da diese selbst zur Quelle neuer Kausalitäten werden können, ist eine Prognose immer unsicher und man tut gut daran, sich nicht auf zu lange Prozesse einzulassen. Es ist ferner richtig, daß viele Derer, die Zuflucht bei einem Hellseher suchen, im Grunde ein viel dämonischeres Bild vom Faktor Zukunft haben als der Hellseher selbst. Diese dämonische Vorstellung hindert sie daran, sich das Wahrscheinliche selbst zusammenzurechnen und entsprechend zu handeln. Dem kann man entgegentreten und den Klienten dazu veranlassen, aus den Informationen, die man ihm über sich selbst gegeben hat, die Zukunft selber zu eruieren. Wenn er diese Hilfe annimmt, dann wird er, indem er diese Zukunftsvariante billigt, sie wahrscheinlicher machen, indem er sie ablehnt, eine andere Variante "programmieren", die dann beständig sein kann, die Prognose erfüllt sich also im entgegengesetzten Sinne. Die meisten Klienten sind aber vom Phänomen Zukunft so gut wie gelähmt und sind außerstande, ihren Anteil an dieser Zukunft zu erkennen, von Handhaben nicht zu reden. So stolpern sie in ihre eigenen Befürchtungen geradezu hinein und kein Mensch kann sie retten, weil sie gar nicht gerettet werden wollen, sondern nur wissen, was sie erwartet. - Es gibt also an sich keine fixierte Zukunft, aber es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, eben weil sie nicht fixiert ist, Punkte zu fixieren und eine antizipierte Gegenwart zu konstruieren. Zukunft im eigentlichen Sinne ist das dann nicht mehr. Aber anhand dieser vorfocussierten Gegenwart wird sich der Klient verhalten und aus diesem Manöver resultieren alle eingetroffenen Voraussagen. Die meisten Hellseher kennen diesen Faktor aber selbst nicht. Daher können sie weder die Problemzonen der Vorhersage erfassen noch verstehen, warum eine Voraussage einmal eintrifft und ein anderes Mal nicht. Sie suchen prinzipiell die Schuld in ihrer eigenen Arbeit, was zutreffen kann, aber nicht muß, und werden unsicher. Ein Paradebeispiel äußerster Unsicherheit sind die Prophezeiungen des Nostradamus, in denen uns ein Mensch entgegentritt, der zwar eine recht treffsichere Fähigkeit besaß, dazu das gesamte Hilfsrepertoire seiner Zeit beherrschte, aber im Hinblick auf die oft hohe politische Brisanz seiner Vorhersagen sich entschloß, alles a priori zu verschlüsseln, so daß bei Fehlprognosen immer ein falsch verstandener Schlüssel für das Versagen verantwortlich gemacht werden konnte und niemals Nostradamus selbst. Andere Hellseher sind auf verschiedenen Wegen diesem Beispiel des Verbergens gefolgt - aus Angst, falsch verstanden zu werden. Diese Angst ist wiederum, hier schließt sich der Kreis, ein Ergebnis des absolut unterentwickelten Ichbewußtseins dieser Personen.
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Hildegard von Bingen, Nonne von Kind auf, Äbtissin des Benediktinerordens zuerst in Bingen, später in ihren eigenen Klöstern auf dem Disibodenberg und Rupertsberg gest. 1179, von der areopagitischen Mystik angeregte Visionärin und Ratgeberin vieler politischer Größen ihrer Zeit, stand in lebhafter Korrespondenz mit Theologen, aber auch weltlichen Großen, unternahm Reisen und verwirklichte in ihrem Konvent für ausschließlich adelige Frauen eine schwärmerische, auf unmittelbares Erleben hin abzielende Version des monastischen Christentums - eigene Liturgien, mit Kostümierung der Nonnen als "himmlische Königinnen" statt der vorgeschriebenen Ordenstracht. Verdienste erwarb sich Hildegard auch noch in der Medizin (Kräuterkunde) sowie in der Musik - eigene Kompositionen zur Hausliturgie. In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde Hildegard von der christlichen Fraktion der Esoterik für die eigenen Zwecke entdeckt, seither gibt es eine esoterische Hildegardtradition, die manchmal auch irrtümlich der Gnosis zugerechnet wird; dies vor allem wegen ihrer kosmologischen Spekulationen und Visionen.
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Huna - esoterische Heil- und Lebensweise angeblich exotischer Herkunft. Die Hunagilden sind hierarchisch gegliedert und haben Geheimhaltungsverpflichtungen und Riten zu beachten. Nach Ansehen ihrer Technik arbeitet diese Methode wesentlich mit den Wirkungen der Willensenergie eines Menschen, die der Huna zu bündeln und zu lenken lernt. Es gibt auf diesem Sektor allerdings mehrere, einander eng verwandte Techniken. Die Verwandtschaft ergibt sich weniger aus einer Abstammung voneinander als durch die Tatsache, daß die Handhabung von Willensenergie unerkannt nur auf sehr begrenzte Weise geschehen kann. Von der eigenen Genealogie her sind diese Schulen oft weit voneinander entfernt. Über die Zuverlässigkeit der Methode kann gestritten werden - wirksam ist sie. Ohne Bedenken anwendbar bei rheumatischen Beschwerden, Myalgien, Neuralgien - bei organischen Erkrankungen und bei Infektionen ist Vorsicht geboten, respektive ist eher Jenen zu folgen, die abraten.
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